Call for Papers: Themenhefte der Zeitschrift „MedienPädagogik”

27.02.2015: Die Open-Access-Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung ruft mit zwei Calls for Papers zur Einreichung von Beiträgen auf.
Quelle: medienpaed.com

MedienPädagogik ist ein Open-Access-Journal und richtet sich an Kommunikations- und Medienwissenschaftler/innen sowie Fachleute der Medienpädagogik. Es bietet ein Forum, um Fragen der medienpädagogischen Theoriebildung zu verhandeln und sich über den Stand des Fachdiskurses zu orientieren. MedienPädagogik berichtet über Beiträge zur empirischen Medienforschung und bildet eine Plattform für die methodologische Diskussion.

Die Zeitschrift erscheint in enger Zusammenarbeit der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft mit dem Fachbereich Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich. Sie wird an der PH Zürich gehosted und erscheint seit 2000 jährlich mit zwei Schwerpunktausgaben sowie regelmässigen Einzelbeiträgen und Rezensionen.

Für die kommenden zwei Themenhefte rufen die Herausgeber zur Manuskripteingabe auf. Im Einzelnen sind dies:

  • „Medienbildung und informatische Bildung – quo vadis? Zum Verhältnis von Medienbildung und informatischer Bildung”
    Seit den 1980er-Jahren sind die digitalen Medien sukzessive zu einem wesentlichen Teil medienpädagogischer Arbeit geworden. Neben den traditionellen Bezügen zu den audiovisuellen und den Print-Medien wurden der Computer und dann das Internet zu zentralen Themen der Medienpädagogik und –didaktik. Die Entwicklung der digitalen Medien führte in den 1990er-Jahren auch zu Bestrebungen, an Schulen eine informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung (ITG) einzuführen. Daraus ergaben sich verschiedene Probleme, u.a. eine relativ starke Orientierung an wirtschaftlichen Interessen und eine deutliche Betonung auf die Nutzung von Anwendungsprogrammen. Seitens der Medienpädagogik wurde diese Engführung frühzeitig kritisiert, da die informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung (und damit verknüpfte „Ausstattungsoffensiven”) pädagogische Aufgabenstellungen kaum berücksichtigte. Die Beiträge des Themenhefts werden sich breit mit dem Verhältnis Medienbildung und informatische Bildung auseinandersetzen.

    Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Call Medienbildung und informatische Bildung.

    Einreichungsfrist: 31.03.2015

  • „Die Kompetenz der Serie und ihr Potenzial für kritische Medienpädagogik”
    Eine Serie wiederholt sich, klar doch. Was sie erzählt, entsteht nicht unerwartet oder zufällig, sondern verweist auf eine langfristige Ausprägung populärkultureller Ausdrucksformen, die sowohl kognitiv und ästhetisch als auch praktisch orientiert ist. Nichtsdestotrotz hatten die populären Serien schon immer ‹unvorhersehbare Folgen›, ganz zu schweigen von Fernsehserien, die als anspruchsvolle und experimentelle erzählerische Formen (wieder-)entdeckt wurden: Episode für Episode, Staffel für Staffel erfinden sich die Serien samt ihren Erzähltechniken, Aneignungsritualen und Aufmerksamkeitsmärkten stets aufs Neue, indem sie sich, dem performativen Imperativ der popkulturellen Überbietung zufolge, auf sich selbst zurückverweisen. Doch nicht «ob» sie sich wiederholen, sondern «wie» ist die Frage, die im Rahmen dieses Themenheftes diskutiert werden soll. Die Beiträge beleuchten Aspekte des alltäglichen Umgangs mit seriellen Erzählwelten, fragen nach dem kritischen Potenzial der seriellen Alltagspraktiken und der damit einhergehenden populären Kompetenzen wie auch danach, ob und wie es im medienpädagogischen Kontext zu fördern bzw. umzusetzen ist.

    Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Call TV-Serien 2015.

    Einreichungsfrist: 30.06.2015

Kontakt Artikeleinreichungen: redaktion.medienpaed@phzh.ch

Gepostet von: mschmidt
Kategorie: Ausschreibung

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