MINTchallenge: Club MINT prämiert digitale Lehr-Lern-Formate für das MINT-Studium

19.08.2020: Mit Hilfe welcher Lehr-Lern-Formate können Studierende auch im „Corona-Semester" erfolgreich ihr MINT-Studium fortführen? Im Wettbewerb „MINTdigital – Mit Abstand am besten studieren" hat der Club MINT, eine Initiative des Stifterverbandes, aus über 150 Einreichungen drei besonders gelungene Projekte ausgezeichnet sowie zusätzlich einen Sonderpreis vergeben. Neben den Preisträgern werden weitere Projekte als Best Practices für digitale Lehr- und Lernformate im MINT-Studium auf der Club-MINT-Website präsentiert.

Der Club MINT möchte Hochschulmanagerinnen und -manager, Lehrende und Studierende vernetzen sowie ihren Ideenaustausch fördern, um die MINT-Bildung in Deutschland innovativ zu gestalten und weiterzuentwickeln. Ein zentrales Element ist dabei die Identifikation und Förderung erfolgreicher Praxisbeispiele in den Bereichen Studium, Lehre und Anwendungsbezug.

Im Rahmen von MINTchallenges wird regelmäßig nach innovativen und kreativen Formaten zu ausgewählten Themen in der MINT-Bildung gesucht. Um die besonderen Herausforderungen des digitalen Sommersemester 2020 aufzugreifen, befasste sich die neueste MINT-Challenge mit dem Thema „MINTdigital – Mit Abstand am besten studieren". Aus über 150 Einreichungen wurden Mitte August 2020 nun drei Gewinner gekürt.

Die Gewinner

Der erste Platz des Wettbewerbs ging an das Projekt „Thermodynamik – endlich verständlich!" von der Universität Rostock. In diesem Projekt produzieren Studierende relativ selbstbestimmt für ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen kurze Lernvideos zum Thema Thermodynamik. Laut Jury ist das studentische Projekt mit seinem Peer-Learning-Ansatz kollaborativ, auf Augenhöhe und unterstützt während des digitalen Semesters Dozierende bei digitalen Fragen. Mit der Auszeichnung sind 5.000 Euro verbunden.

Die an der Universität Bonn entstandene App „OutcropWizard – Digital unterwegs" hat sich den zweiten Platz und damit 3.000 Euro gesichert. Die interaktive App bietet im Bereich Geowissenschaften eine Alternative für Geländearbeiten und Exkursionen an, die die Studierenden nun auch alleine durchführen könne. Überzeugen kann die App mit der Benutzerfreundlichkeit und den vielfältigen Möglichkeiten, Gestein zu entdecken.

Der mit 2.000 Euro dotierte dritte Platz geht an das Projekt „Modul IS Project" der Fachhochschule Südwestfalen. In dem Projekt erhalten Studierende durch die Erarbeitung von Automationslösungen für ein regionales Unternehmen einen wertvollen Einblick in die Arbeitswelt. Dabei müssen sie sich nicht nur digital zu Teams organisieren, sondern auch über ihre erworbene IT-Kompetenz Aufgaben gemeinsam erarbeiten. Außerdem wird interkulturelle Kompetenz eingeübt und bereitet die Studierenden frühzeitig auf eine internationale Arbeitswelt vor.

Mit einem Sonderpreis über 1.000 Euro hat die Jury außerdem das Projekt „Online Foyer" der Universität zu Köln ausgezeichnet. Das „Online Foyer" hat es sich trotz des digitalen Semesters zum Ziel gesetzt, die soziale Distanz aller Hochschulangehörigen zu überwinden und ein Angebot für den direkten Austausch zu schaffen.

Best Practices im MINTkompass

Nicht nur die vier im Wettbewerb prämierten Projekte sondern auch ausgewählte weitere Lehr-Lern-Formate sollen auf der Webseite des Club MINT im MINTkompass als Best Practices in der MINT-Bildung vorgestellt werden. Der Kompass ist nach dem Student Life Cycle geordnet und umfasst Projekte in den Phasen des Studieneingangs, Studienverlaufs und Studienausgangs sowie der Profilbildung als Voraussetzung für die Umsetzung von Maßnahmen.

Bildquelle auf Facebook: Pixabay (Lizenz)

Gepostet von: mkehrer
Kategorie: Kurzmeldung

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