News aus den Hochschulen

27.08.2015: Diese Woche mit einer aktuellen BMBF Ausschreibung zu digitaler Hochschullehre, dem Cloud-Spezial der FU Berlin, „MOOC-Betrug“ an amerikanischen Hochschulen, Neuigkeiten zum Master "eEducation" an der Donau-Uni Krems u.v.m.
Bildquelle: bmbf.de

BMBF vergibt Projektträgerschaft für „Digitale Hochschullehre“
In einer aktuellen Ausschreibung gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bekannt, dass es den Aufbau eines neuen Forschungsfeldes zu „Digitaler Hochschullehre“ plant. Dieses soll Impulse für Weiterentwicklungen der Praxis an Hochschulen hervorbringen. Es wird dem Förderschwerpunkt „Wissenschafts- und Hochschulforschung“ zugeordnet, mit dem das BMBF den Auf- und Ausbau der Forschung über Hochschulen und das Wissenschaftssystem unterstützt. Die Aufgaben des Projektträgers sollen darin liegen, das Ministerium durch Übernahme wissenschaftlich-technischer und administrativer Aufgaben zu entlasten und eine rationelle Abwicklung der Förderaktivitäten zu sichern.
Quelle: bund.de

Bildquelle: fu-berlin.de

FU Berlin bietet Hilfestellung für den Cloud-Einsatz an Hochschulen
Im letzten Teil des August-Monatsspecials zum Content-Sharing-Dienst “Dropbox” der Freien Universität Berlin geht es um den Einsatz des Cloud-Dienstes in Verbindung mit den Richtlinien an Hochschulen. Hierbei wird unter anderem auch auf Datenschutz-Risiken bei der Auslagerung von Daten in Cloud-Dienste eingegangen. Eine Richtlinie der Universität informiert in Berlin darüber, wann Daten ausgelagert werden dürfen und informiert über verschiedene Verschlüsselungssysteme.
Quelle: blogs.fu-berlin.de

Bildquelle: harvard.edu, mit.edu

Harvard und MIT: US-Forscher decken Betrugsverhalten bei MOOCs auf
Die Harvard University und das MIT haben bei ihren gemeinsamen MOOCs auf der Plattform "edX" mittels einer neu entwickelten Software eine Vielzahl an Betrugsfällen aufgedeckt. MOOC-Plattformen bieten in der Regel die Möglichkeit, mehrere Accounts zu erstellen. Teilnehmende konnten das nutzen, um mit einigen ihrer Accounts die richtigen Antworten auf Quizfragen herauszufinden, um dann mit dem verbliebenen Account das Quiz komplett richtig zu lösen. So konnte das Zertifikat innerhalb kürzester Zeit erlangt werden. Die Anbieter befürchten einen Reputationsverlust von MOOCs, wenn Zertifikate keine Aussage mehr darüber treffen, ob der Teilnehmende etwas gelernt hat. Allein für die MOOCs der Plattform edX seien mehr als 1200 Zertifikate unrechtmäßig erlangt worden.
Quelle: campustechnology.com

Bildquelle: donau-uni.ac.at

Donau-Uni Krems berichtet über Neuentwicklungen beim Master “eEducation” 
Der Masterstudiengang “eEducation” an der Donau Universität Krems wird ab dem Sommersemester 2016 mit neuem Curriculum erschienen. So soll zukünftig ein größerer Schwerpunkt auf Social Media gelegt werden. Die Masterstudierenden werden nicht nur auf der theoretischen Ebene ausgebildet, sondern lernen auch eine Reihe von Software-Werkzeugen kennen, mit deren Hilfe didaktische Konzepte technologisch umgesetzt werden können. Hierbei soll sich zukünftig auf einige wenige Werkzeuge, die prototypisch für eine moderne Entwicklung stehen, konzentriert und weniger die breite Masse an Technologien abgebildet werden.
Quelle: peter.baumgartner.name

Bildquelle:
rwth.de

RWTH Aachen thematisiert Urheberrecht im E-Learning
Wem "gehören" fremde Werke? Darf ich fremde Daten und Thesen verwenden? Inwiefern sind die Arbeiten von Studierenden geschützt? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich ein Workshop der RWTH Aachen, denn die Verwendung fremder Inhalte in der Lehre ist für viele Dozentinnen und Dozenten oftmals ein Tabuthema. Beim Schutz der eigenen Daten herrscht ebenfalls verbreitet Unwissenheit. Diesem Befund soll der Workshop Abhilfe schaffen. Anhand der gesetzlichen Regelungen und aufgrund von Fallstudien sollen typische Problemfälle gemeinsam gelöst werden. Der Workshop richtet sich an Lehrende der RWTH Aachen, die im Kontext der Lehre auf Fragen des Urheberrechts stoßen.
Quelle: exact.ewth-aachen.de

Bildquelle:
tu-darmstadt.de

TU Darmstadt im E-Learning-Austausch mit Indonesien
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt seit mehreren Jahren in Indonesien ein Projekt im Bereich Georisiken durch. Erfahrungen, die im Laufe des Projekts vor Ort gesammelt wurden, sollen an die betreffenden Ministerien in Indonesien weitergegeben werden. Das stellt bei einem Inselstaat mit über 17.000 Inseln eine große Herausforderung dar. Zur Lösung des Problems hat sich nun ein Team der Technischen Universität Darmstadt mit einer Delegation aus Indonesien und Vertretern des BGR zusammengesetzt, um über ein Flipped Classroom Modell zu diskutieren, das diesen Austausch virtuell ermöglichen soll.
Quelle: e-learning.tu-darmstadt.de

Diese Woche im Netz: Ist Google besser als mein LMS? Wofür braucht man Wissenschaftsverlage? Und was ist eigentlich „Openwashing“?

  • In einem Interview der Zeitschrift absatzwirtschaft.de schildert E-Learning-Spezialist Sascha Grosskopf seine Eindrücke, warum es LMS-Systeme oft im Vergleich zu kostenlosen Diensten aus den Staaten schwer haben und wie es um die Digitalisierung an Hochschulen und in Unternehmen bestellt ist.
  • In einem Gastbeitrag auf netzpolitik.org beschreibt Lorenz M. Hilty, Professor am Institut für Informatik der Universität Zürich, warum er die Rolle einiger Wissenschaftsverlage zunehmend kritisch sieht. Er nennt als Gründe u.a. mangelhaftes Qualitätsmanagement, Risikoabwälzung im Print-on-Demand und Kosteneinsparungen durch Fernost-Produktion.
  • Den Begriff des „Openwashings“ bringt Reza Massoumi in einem Kommentar auf irights.info ins Gespräch. Er zeigt auf, in welchen Fällen der "Open"-Begriff verwendet wird, ohne dass die Bedingungen von Open Source oder Open Access erfüllt werden.

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Gepostet von: pmey
Kategorie: News aus den Hochschulen

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