News aus den Hochschulen

07.01.2016: Diese Woche u.a. mit einer Studie zu digitalen Lernszenarien, einem geplanten internationalen Anerkennungssystem für MOOC-Zertifikate, der neuen „bildungsforschung“-Ausgabe zu visuellen Bildungsmedien und dem nächsten ICM-Chat der FU Berlin zu Flipped Classroom Kollaboration.

Neue HFD-Studie bietet Überblick über digitale Lernszenarien

Eine im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung durchgeführte Studie zu „Digitalen Lernszenarien im Hochschulbereich” hat über 200 Fallstudien digitaler Lernelemente und -formate ausgewertet und anhand dessen eine Bestandsaufnahme erstellt. Die verschiedenen Formate wurden zu acht digitalisierten Lernszenarien, wie „Interaktion und Kollaboration“, „Offene Bildungspraxis“ und „Spiel und Simulation“ zusammengefasst und im Einzelnen detailliert vorgestellt. Die Autoren bewerteten die Potenziale der einzelnen Szenarien und zeigen Handlungsoptionen für die Hochschulen auf, um die eigene Lehre durch digitale Lernelemente zu bereichern.
Quelle: hochschulforumdigitalisierung.de

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Universitäten beraten über gegenseitige Anerkennung von MOOC-Zertifikaten

Sechs internationale Universitäten arbeiten derzeit an einem hochschulübergreifenden, einheitlichen System zur Anerkennung akademischer Leistungen. Dabei stehen die Online-Kurse der Hochschulen im Mittelpunkt. In MOOCs erbrachte Leistungen sollen über ein Transfersystem, das dem European Credit Transfer System (ECTS) nahe kommt, an allen Partnerinsitutionen gleichermaßen anrechenbar sein. Bisher beteiligt sind die ETH Zürich, TU Delft, Australian National University, University of Queensland, University of British Colombia und Boston University.
Quelle: timeshighereducation.com

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Zeitschrift „bildungsforschung“ thematisiert visuelle Bildungsmedien

Die jährlich erscheinende Online-Zeitschrift „bildungsforschung“ fokussiert in der im Dezember erschienenen neuen Ausgabe visuelle Bildungsmedien. Die Themen reichen von Abbildungen in Schulbüchern über Memes als moderne Bildungsmedien bis hin zu audiovisuellen Medien im Lehrkontext. Ein Beitrag behandelt beispielsweise den Einsatz von Lernvideos in der Statistiklehre an Hochschulen und vergleicht den Erfolg von theoriebasierten und anwendungsorientierten Lernvideos. Das Journal ist online frei zugänglich.
Quelle: bildungsforschung.org

FU Berlin chattet zu Flipped-Classroom-Zusammenarbeiten

Die freie Universität Berlin veranstaltet regelmäßige Chats zu Inverted-Classroom-Themen. Der nächste Chat der Reihe wird am 11. Januar 2016 um 19.30 Uhr stattfinden. Eröffnet wird die Online-Veranstaltung mit einem Impulsvortrag von Steve Kelly, einem amerikanischen Lehrer, der seit 2010 den Flipped Classroom in seinem Unterricht zur Anwendung bringt. Er wird vor allem auf die Vorteile von Kollaborationen unter Lehrenden zur Entwicklung von Flipped Classroom Kursen eingehen. Im Anschluss besteht für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich im moderierten Chat zum Thema auszutauschen.
Quelle: fu-berlin.de

Transferstelle für OER blickt auf OPEN! 2015 zurück

Am 8.12.2015 fand in Stuttgart die erste OPEN!-Konferenz statt, die sich allgemein dem Kulturwandel zu mehr Offenheit widmete und als Teil dessen auch offene Bildungsressourcen thematisierte. Unter anderem stellte Dr. Martin Ebner Best Practices der Technischen Universität Graz vor. Eine Podiumsdiskussion nahm sich vor allem den Bedenken von Bildungseinrichtungen an. Die Zusammenfassungen der einzelnen Panels der Veranstaltung stehen als Video zur Nachbereitung zur Verfügung. Außerdem wurde die Abschlussrunde des OER-Panels als Podcast in der Reihe „zugehOERt” aufgezeichnet und soll demnächst veröffentlicht werden.
Quelle: open-educational-resources.de

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Literaturwissenschaftler der Universität Heidelberg kritisiert Open-Access-Diktion

In einem kontrovers diskutierten Artikel auf faz.net kritisiert Roland Reuß, Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg, das Vorgehen der baden-württembergischen Landesregierung zur Neuregelung wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Überwiegend aus staatlichen Geldern finanzierte Forschung solle demnach im Sinne des Open Access-Gedankens auf hochschuleigenen Servern digitalisiert und frei zugänglich veröffentlicht werden. Unklar sei jedoch, welche Rechte und Pflichten die Hochschulen dadurch haben, so kritisiert Reuß. Es sei außerdem nicht mit der im Grundgesetz festgeschriebenen Wissenschaftsfreiheit zu vereinbaren, wenn sich der Staat Werke der Wissenschaftler/innen zueigen zu macht.
Quelle: faz.net

In der Presse: Twitter-Zeichenlimit und Anwesenheitspflicht im Studium

  • Laut einem Bericht des Newsportals Re/code will Twitter ab Ende März auf seine berühmte 140-Zeichen-Grenze verzichten und künftig auch Texte mit bis zu 10.000 Zeichen zulassen. Das entspräche einer Länge von etwa 2000 Wörtern. Die Funktionsweise und das Design sollen sich dadurch aber nicht ändern. Twitter nahm zum Bericht bisher nicht Stellung.
  • Klaus Meier, Professor für Journalistik an der Katholischen Hochschule Eichstätt spricht sich in einem Gastbeitrag auf zeit.de für eine Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen an Hochschulen aus. Akademischer Diskurs sei für den Lernerfolg elementar. Stattdessen läge der Fokus im heutigen Universitätssystem zu sehr auf Prüfungen und Benotungen.

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Gepostet von: mwolf
Kategorie: News aus den Hochschulen

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