Studienbegleitende ePortfolios im BSc Biologie

Kompetenzen im Blick: Studienbegleitende ePortfolios im BSc Biologie
Der traditionelle E-Portfolio-Ansatz wird um eine Selbsteinschätzungsmatrix erweitert.
Abb. 1: Ansicht der Selbsteinschätzungsmatrix

Dort sind Lernziele als „Ich kann“-Statements formuliert. Lehrende sollen so dazu gebracht werden, nicht nur die Inhalte ihres Moduls als Lernziele anzugeben, sondern sich damit auseinandersetzen, welche Kompetenzen die Studierenden beim Besuch einer Veranstaltung erwerben sollen. Das soll schließlich zu einer transparenten Beschreibung der Erwartungen führen, an der sich Studierende in der Organisation ihrer Selbstlernphasen orientieren können.

Zwei-Säulen-Konzept, Aktivierung der Studierenden:
  1. Innerhalb des Portfolios sollen Studierende die Inhalte, die in einer Veranstaltung vermittelt werden, wöchentlich zusammenfassen (Rekapitulation) und zusätzlich auf vorgegebene Sachverhalte übertragen (Transfer), sodass am Ende des Semesters eine schlüssige Erklärung der jeweiligen Sachverhalte vorliegt. Dazu führen die Lernenden ein Blog, das sog. Lerntagebuch.
  2. Die Lernziele der Veranstaltung werden in ein Abstimmungs- und Feedbacksystem übertragen. Während der Präsenzveranstaltung werden die Studierenden dann gebeten, sich selbst in Bezug auf die Lernziele/Kompetenzen einzuschätzen. Dies geschieht online unter Verwendung eines mobilen Endgeräts (Laptop, Smartphone etc.). Dozierende erhalten so ein unmittelbares Feedback und können ggf. ihre Vermittlungstechniken anpassen; z.B. indem sie zusätzliche Lernmaterialien zur Verfügung stellen.
Abb. 2: Veranschaulichung des Zwei-Säulen-Konzepts

Ziele und Inhalte

Ziel für Lehrende und Studierende:
Transparenz: Klar formulierte Lernziele sollen Studierenden und Lehrenden Orientierungspunkte bieten.

Ziele für Studierende:
  • Motivation: „Ich kann“-Statements zeigen den eigenen Lernfortschritt. Auch kleine Erfolge werden hierbei schon sichtbar.
  • Eigenständigkeit: Studierende lernen sich einzuschätzen und entwickeln individuelle Lernstrategien, um die Kompetenzziele zu erreichen.
Ziele für Lehrende:
  • Verknüpfung: Lehrende sollen in die Lage versetzt werden, ihre Module besser aufeinander abzustimmen.
  • Evaluation: Ein anonymisiertes Learning Outcome, das Lehrende über den Stand des Kompetenzerwerbs der Studierenden informiert gibt detailliert Auskunft über Stärken und Schwächen der Lehre.

Didaktisches Konzept

Dieses Anwendungsszenario wird als Teil des Projekts „Studienbegleitende Kompetenzportfolio als (A) studienverbessernde Maßnahme und (B) QM-Maßnahme“ entwickelt. Das Projekt zielt darauf ab,
  • die im Rahmen des Studiums zu erwerbenden Kompetenzen mithilfe eines Online-Portals sichtbar zu machen,
  • einen Vergleich zwischen den Studienzielen und dem eigenen Stand der auszubildenden Kompetenzen zu ermöglichen,
  • eine Dokumentations- und Reflexionsmöglichkeit des individuellen Kompetenzfortschritts anzubieten und
  • auf diese Weise ein direktes Feedback zum Studienfortschritt zu geben.

Technik

Die technische Grundlage, auf der die E-Portfolios angelegt und verwaltet werden können, bildet EPOS, ein vom FZBH in Kooperation mit dem TZI entwickeltes Online-Tool/E-Portfolio-System. epos basiert auf der Open Source Software mahara.
Als Abstimmungs- und Feedback-Tool während der Präsenzveranstaltungen kommt das von der Universität Paderborn entwickelte Live Feedback-System PINGO zum Einsatz.

Zielgruppe

Studierende des Bachelorstudiengangs Biologie an der Universität Bremen

Rahmenbedingungen

MINT-Projekt zur Neugestaltung der Studieneingangsphase

Zum Projekt

Website

http://epos.elearning.uni-bremen.de/

Institution

Universität Bremen

Ansprechpartner/in

Jennifer Uhlig, Dipl. Biol.
je_uh@uni-bremen.de

Zeitraum

Das Pilotprojekt läuft bis April 2014.

Förderung

Das Projekt finanziert sich aus Mitteln des Hochschulpakts I (HSP I, 2007-2010) zur Neugestaltung der Studieneingangsphase in den MINT-Fächern an Prof. Dr. Thomas S. Hoffmeister

Beteiligungen und Kooperationen

Beteiligte Einrichtungen:
  • Zentrum für Multimedien in der Lehre der Uni Bremen (ZMML)
  • Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Uni Bremen
  • Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen (FZHB)
  • Studienbüro Fachbereich Biologie/Chemie (FB2) der Uni Bremen
Beteiligte Personen:
  • Prof. Dr. Thomas S. Hoffmeister
  • Jennifer Uhlig, Dipl. Biol.
  • Martina Salm, Dipl. Päd.
  • Elisabeth Hansen, M.Ed.

Kategorisierung

Lehrfunktion

  • Üben u. Anwenden
  • Wissenstransfer
  • Diskussion u. Austausch
  • Motivation
  • Feedback u. Lernerfolgskontrolle

Medieneinsatz

  • Sonstigs

Fachbereich

  • Naturwissenschaft und Mathematik

Lehrszenarien

  • Vorlesung

Kategorie

  • Lehr-/Lernszenario