Abschluss Umfrage E-Teaching - fachspezifische Unterschiede

18.10.2011: Begleitend zum Themenspecial „E-Teaching - fachspezifische Unterschiede“ (Juni-September 2011) wurde eine Online-Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse der Erhebung sind nun in einem Langtext von Simone Haug, Lisa Oberschelp und Alexandra Schmid dargestellt.

Insgesamt wurde die Online-Umfrage über 600 Malangeklickt, von 145 Personen zumindest teilweise und von 66 Personen voll­ständigausgefüllt. Allen Teilnehmer/-innen auf diesem Weg noch ein herzliches Dankeschön!

Zu den Ergebnissen: In Bezug auf die genutzten Medien und Werkzeuge zeigte sich,dass Lernplattformen und Material-Download fachübergreifend beirund 70% der Lehrveranstaltungen dazu gehören. Auch bei Online-Übungen/-Tests bestehen keine Unter­schie­de in denFachbereichen. Interessant ist, dass Wikis fachübergreifend bereits an vierterStelle der favorisierten Medien genannt werden, noch vor Videoaufzeichnungenund Online-Lernmodulen. Weblogs rangieren dagegen erst auf Platz 11.Simulationen, E-Portfolios, soziale Netz­werke, Twitter und Webquest spielenoffenbar in keinem der Fachbereiche bisher eine große Rolle. Legt man den Fokusauf die Unterschiede zwischen den Fachbereichen, so spielen Werkzeuge zur Visualisierung, wieVideo-Aufzeichnungen und Simulationen, in den Naturwissenschaften eine größereRolle. Nicht verwunderlich ist, dass in den geistes­wissenschaftlichen Fach­bereichenvergleichsweise mehr Werkzeuge eingesetzt, die Schreibprozesse unterstützen, wieWeblogs. Auch relativ neue Medien, wie E-Portfolios, Social Networks undTwitter, finden – wenn auch in sehr geringem Umfang – hier mehr Verwendung.

Erfasst wurde außerdem, ob die Medien und Werkzeuge imRahmen einer Präsenzveranstaltung (syn­chron), begleitend zu einerPräsenzveranstaltung (asynchron), im Rahmen einer synchronen vir­tuel­lenVeranstaltung oder einer asynchronen virtuellen Veranstaltung eingesetztwurden. Betrach­tet man die Verteilung auf die Fachbereiche, kann festgestelltwerden, dass fachübergreifend Medienhauptsächlich zur Ergänzung vonPräsenzveranstaltungen genutzt werden. In den geistes­wis­sen­­schaftli­chen Fächern konzentriert sich ca. 80% des Medieneinsatzes aufPräsenzveranstal­tun­gen. In den naturwissenschaftlichenFächern ist die Streuung breiter. Rund 50%des Medienein­sat­zes findet in oderbegleitend zu Präsenzveranstaltungenstatt, 30% der Befragten geben an,Medien in asynchronen virtuellen Veranstaltungeneinzusetzen.

Abschließend sei noch angemerkt, dass diese Umfrage aufgrundder relativ geringen Zahl komplett ausgefüllter Fragebögen natürlich nurTendenzen widerspiegeln kann, die im Rahmen einer größeren Umfrage verifiziertwerden müssten.

Ausführlich sind die Ergebnisse der Erhebung  in einem Langtext von Simone Haug, LisaOberschelp und Alexandra Schmid dargestellt.

Ebenfalls zum Abschluss des Themenspecials erschienen: Ein Langtext zum Thema „Die Bedeutung von Fachspezifik in E-Learning-Support & Praxis“. Darin wird danach gefragt, inwiefern sich Lehransätze verschiedener Fachbereiche unterscheiden. Im zweiten Teil geht es um fachspezifische Ansätze und Anforderungen für Support und Schulung. Die Basis bilden u.a Experteninterviews mit Verantwortlichen in E-Learning-Einrichtungen. 

Gepostet von: mschmidt
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