Call: Zeitschrift für Hochschulentwicklung Jg.7 / Nr. 4 (Oktober 2012)

05.03.2012: Im Call zum Themenheft 7/4 zum Thema "Kompetenzen, Kompetenzorientierung und Employability in der Hochschule" geht es nicht ausdrücklich um das Thema E-Learning bzw. den Medieneinsatz an Hochschulen. Allerdings gibt es sicher in diesem Bereich Personen, die sich mit besagten Themen befassen. Deadline zur Einreichung eines vollständigen Beitrags ist der 6. Juli 2012; Erscheinungstermin ist der 19. Oktober 2012.
Gastherausgeber/innen der Ausgabe 7/4 der ZFHE sind Niclas Schaper (Universität Paderborn), Tobias Schlömer (Universität Oldenburg) und Manuela Paechter (Universität Graz).

Die Forderung, hochschulische Studiengänge, Lehrveranstaltungen und Prüfungen im Hinblick auf klar definierte Outcomes bzw. Kompetenzen zu gestalten und damit u. a. die Beschäftigungsfähigkeit bzw. Employability der Studierenden zu verbessern, ist eine zentrale Anforderung der Bologna-Reform. Im Rahmen des Themenhefts sollen die Anforderungen und Herausforderungen für folgende Ebenen bzw. Bereiche einer kompetenzorientierten Lehre bzw. Studienganggestaltung erörtert und diskutiert werden.
  • Studiengangsentwicklung: Im Kontext dieser Ebene stellen sich z. B. Fragen, wie die Outcomes bzw. Kompetenzen, die in einem Studiengang erworben werden sollen, bestimmt und ausformuliert werden, wie sie auf dieser Grundlage in ein modularisiertes und durch kompetenzförderliche Lehr-/Lern- sowie Prüfungsformate gestaltetes Curriculum umgesetzt werden und in welcher Form die Lehrenden und Studierenden am Prozess der kompetenzorientierten Studiengangentwicklung beteiligt werden.
  • Lehr-/Lerngestaltung: Für diese Ebene ergeben sich vor allem Fragen, wie effektive Lerngelegenheiten zum Kompetenzerwerb in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wirkungsvoll geschaffen und gestaltet werden können, wie sich dadurch die Rollen von Lehrenden und Lernenden verändern, wie der Lehr-/Lernprozess als kumulativer Kompetenzaufbau gestaltet werden kann und wie Kompetenzen nicht nur durch praxisorientierte Lehr-/Lernkontexte, sondern beispielsweise auch durch forschendes Lernen oder andere Ansätze entwickelt werden können.
  • Prüfen: Für diesen Bereich ist u. a. von Interesse, wie Prüfungsaufgaben und -anforderungen systematisch an Kompetenzzielen ausgerichtet und in kompetenzorientierte Lehr-/Lernformen sinnvoll eingebettet werden können, welche Formate für die Realisierung kompetenzorientierter Prüfungen besonders geeignet sind und wie kompetenzorientiertes Prüfen lernförderlich gestaltet werden kann.
  • Evaluation und Qualitätssicherung: Im Hinblick auf diesen Bereich interessiert vor allem, wie Kompetenzen und Kompetenzstandards für Lehrevaluationen genutzt und wie eine kompetenzorientierte Lehrevaluation konkret realisiert werden kann, welche Steuerungsmaßnahmen zur Qualitätsentwicklung von Lehre helfen können, das Studium im Hinblick auf Kompetenzorientierung zu verbessern und wie Kompetenzorientierung als strategisches Ziel und Steuerungsindikator des Qualitätsmanagements in der Lehre eingesetzt werden kann.
  • Weiterbildung von Lehrenden: Für diesen Bereich ist u. a. von Interesse, wie Lehrende wirkungsvoll zur adäquaten Umsetzung eines kompetenzorientierten Curriculums qualifiziert werden können, welche Anreize für die Realisierung und Weiterentwicklung einer kompetenzorientierten Lehre eingesetzt werden können und wie eine kompetenzförderliche Lehr-/Lernkultur wirkungsvoll gefördert werden kann.
  • Employability: In diesem Zusammenhang interessiert vor allem, in welcher Form die Employability-Forderung in den reformierten Studiengängen berücksichtigt wird bzw. berücksichtigt werden sollte und wie durch eine kompetenzorientierte Gestaltung des Studiums und der Lehre der Berufseinstieg von Studierenden verbessert werden kann.
Autorinnen und Autoren sind herzlich eingeladen, Beiträge zu diesen Themenfeldern und Fragestellungen einzureichen. Die Beiträge sollten einen deutlichen Fokus auf einen der genannten Themenbereiche aufweisen und entweder empirisch fundiert sein und/oder durch Beispiele guter Praxis belegt sein.

Deadline zur Einreichung eines vollständigen Beitrags ist der 6. Juli 2012; Erscheinungstermin ist der 19. Oktober 2012.

Weitere Informationen finden Sie in der PDF-Version des Calls unter http://www.zfhe.at/

Gepostet von: mschmidt
Kategorie: Ausschreibung

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