Call for Papers: ZFHE Sonderheft „Planspiele in der Hochschullehre“

29.06.2022 | Call for Papers/Participation

Im April 2023 erscheint ein Sonderheft der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE) zum Themenschwerpunkt „Planspiele in der Hochschullehre“. Bis zum 03. Oktober 2022 können Beiträge eingereicht werden, die thematisch dem Profil der Zeitschrift entsprechen. Gastherausgeberinnen sind Julia Schwanholz und Anne Goldmann.

Die ZFHE ist ein referiertes Online-Journal für wissenschaftliche Beiträge mit praktischer Relevanz zu aktuellen Fragen der Hochschulentwicklung. Der Fokus liegt dabei auf den didaktischen, strukturellen und kulturellen Entwicklungen in Lehre und Studium. Dabei werden in besonderer Weise Themen aufgenommen, die als innovativ und hinsichtlich ihrer Gestaltungsoptionen noch als offen zu bezeichnen sind.

Themenschwerpunkt

Erkenntnissen darüber, welche Spiele in welchen Fächern und Arbeitsgebieten durchgeführt werden, liegen bisher nur begrenzt vor (vgl. dazu etwa GOLDMANN et al., 2020). Es erscheint überdies interessant zu hinterfragen, ob und wie in sozialwissenschaftlichen Planspielen theoretische und empirische Lehrinhalte miteinander verzahnt werden. Fallstudien und Vergleiche analoger und digitaler Angebote, eintägiger oder mehrtägiger Veranstaltungen und auch die Analyse möglicher Effekte von Gruppengrößen, Alterskohorten, angestrebten Abschlüssen und verschiedenen Studienniveaus (Studienfortschritt und Semesterzahl) erscheinen unterbelichtet und insofern sinnvoll zu thematisieren. Schließlich fehlen bis dato Reviews des Forschungsstands dazu, wie und was unter der Bedingung reduzierter Komplexität in Planspielen eigentlich gelernt wird. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Art sozialwissenschaftlichen Kompetenzerwerbs durch Planspiele gefördert wird.

Beiträge im geplanten Sonderheft sollen einen oder mehrere dieser Aspekte adressieren. Autorinnen und Autoren können dazu die nachfolgenden Fragen bearbeiten oder eigene innovative Vorschläge einreichen, die das didaktische Feld der Planspieleforschung im Hinblick auf sozialwissenschaftliche Hochschullehre bereithält. 

  • Welche Studienziele & Lernziele werden mit dem Einsatz der Planspielmethode an den Universitäten und Hochschulen verfolgt?
  • Für welche Zielgruppen ist die Planspielmethode (weniger) gewinnbringend?
  • Welche sozialwissenschaftlichen Arbeitsgebiete und Themen werden in Planspielen umgesetzt und wie?
  • Welche Möglichkeiten oder Hürden ergeben sich aus universitären Curricula für den Einsatz von Planspielen?
  • Welchen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Lehrformaten (beispielsweise Vorlesungen und Seminaren) erbringen Planspiele in der sozialwissenschaftlichen Ausbildung?
  • Wie gelingt die Verzahnung von Theorie, Empirie und Praxis?
  • Wie wird mithilfe von Planspielen gelernt?
  • Welche Bedeutung hat Internationalität in Bezug auf den Einsatz von Planspielen?
  • Welche Auswirkungen hat digitale bzw. hybride Lehre für den Einsatz von Planspielen? Wie stellt sich dies ggf. in der lehrpraktischen Umsetzung dar?

Rahmenbedingungen

Beiträge können in drei unterschiedlichen Formaten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden:

  • Ein Forschungsbeitrag sollte folgende Kriterien erfüllen: behandelt eine systematische Frage in trans-, inter- oder fachdisziplinären Zusammenhängen; umfasst zwischen 20.000 und 33.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).
  • Ein Forschungsgeleiteter Entwicklungsbeitrag sollte folgende Kriterien erfüllen: bietet eine Hochschulentwicklungsperspektive mit fundierter Forschungsbasierung; umfasst zwischen 20.000 und 33.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).
  • Ein Entwicklungsbeitrag sollte folgende Kriterien erfüllen: behandelt ein konkretes Problem der Hochschulentwicklung in der (eigenen) Hochschule; umfasst zwischen 20.000 und 33.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).

Neben theoretischen Beiträgen sind Einzelfallstudien aus dem deutschen, österreichischen sowie schweizerischen Anwendungskontext ebenso willkommen wie nationale Fallvergleiche und Analysen zu EU-Planspielen. Auch ist ein Vergleich akademischer mit schulischen Lehr- und Lernprozessen denkbar. Begrüßt werden Einreichungen aus den sozialwissenschaftlichen sowie benachbarten Disziplinen, die sich mit einem oder mehreren Aspekten hiervon befassen. Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Um bei der Formatierung der Beiträge wertvolle Zeit zu sparen, sollen Autorinnen und Autoren von Beginn an mit der Formatvorlage arbeiten, die auf der Homepage der ZFHE heruntergeladen werden kann.

Zeitplan

  • 03. Oktober 2022 – Deadline zur Einreichung des vollständigen Beitrags
  • 09. Jänner 2023 – Rückmeldung/Reviews: Sämtliche Beiträge werden in einem Double-blind-Verfahren beurteilt.
  • 17. Februar 2023 – Deadline Überarbeitung: Bis zu diesem Termin können Beiträge gegebenenfalls entsprechend Kritik und Empfehlungen aus den Reviews überarbeitet werden.
  • April 2023 – Publikation: Im April 2023 werden die finalisierten Beiträge unter https://www.zfhe.at publiziert und auch als Printpublikation erhältlich sein.

Weitere Informationen finden Sie im Call for Papers auf der Webseite der ZFHE.

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Gepostet von: sgatzka
Kategorie: Call for Papers/Participation