Curricula der Zukunft – digitale Lehr-Lernformate für eine heterogenitätssensible Lehrerbildung in Thüringen

Seit Ende 2018 gehen die beiden lehrerbildenden Thüringer Universitäten Erfurt und Jena gemeinsame Wege, um digitale Lehr-Lernformate für eine heterogenitätssensible Lehrerbildung zu ermöglichen, zu entwickeln und zu erproben. Dabei wird die hochschulübergreifende Zusammenarbeit in der Lehrerbildung gefördert und ein fachlicher Austausch zwischen Lehramtsstudierenden an beiden Hochschulstandorten angeregt. Stefanie Schettler-Schlag und Dr. Benjamin Dreer von der Universität Erfurt sowie Stephanie Wolf und Prof. Dr. Bärbel Kracke von der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellen das Konzept vor.

Im Beitrag gibt das Projektteam einen Einblick in das hochschulübergreifende Projekt der beiden Thüringer Hochschulen. Nach einem kurzen Überblick über das standortübergreifende Seminarkonzept, das erstmalig im Sommersemester 2019 erprobt wurde, sprechen die Projektbeteiligten im Interview mit e-teaching.org über die Hintergründe des Projekts und ihre Erfahrungen mit der Umsetzung des Seminarkonzepts. Im Rahmen der Podcast-Reihe #werkstattgespräche wurde das Seminar in Zusammenarbeit mit der Hochschullernwerkstatt der Universität Erfurt zudem reflektierend begleitet. Zu drei verschiedenen Zeitpunkten im Semester sprachen die Lehrenden über aktuelle Herausforderungen im Kooperationsprojekt. Alle drei Podcast-Episoden können unten auf dieser Seite abgerufen werden.

Hintergrund

Hochschulen und Schulen stehen gleichermaßen vor der Aufgabe, den gesellschaftlichen Anforderungen der Digitalisierung und der Heterogenität produktiv zu begegnen (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2019; Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Thüringen, 2017). Der Erarbeitung digital-gestützter Lehr-Lernangebote wird im Umgang mit heterogenen Lerngruppen ein besonderes Potenzial zugeschrieben. So ermöglichen digitale Lehr-Lern-Formate nicht nur eine Ergänzung von Lehrangeboten an einzelnen Standorten, sondern auch den Ausbau hochschulübergreifender Kooperationen in Lehre und Forschung. Am besten können sich die genannten Potentiale entfalten, wenn es den Hochschulen gelingt, diese Transformationsprozesse in Zusammenarbeit zu gestalten (Hochschulforum Digitalisierung, 2016). Vor diesem Hintergrund fördert das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft seit 2018 im Rahmen der Förderlinie „Curricula der Zukunft“ ein Kooperationsprojekt der Universitäten in Erfurt und Jena. Ziel des Projektes ist die standortübergreifende Entwicklung modellhafter digitaler Lehr-Lernformate für eine heterogenitätssensible Lehrerbildung in Thüringen. Dabei bezieht sich die Heterogenitätssensibilität auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden, wie z. B. Vorwissen, Vorerfahrungen, fachliche Interessen, Motivation, usw. Um der Vielfalt der Lernenden in der Lehre zu begegnen, gilt es Lernangebote zu schaffen, die sich an den verschiedenen Bedürfnissen orientieren (Hauser, 2018).

Auf den Einsatz digitaler Medien wird dabei in unterschiedlicher Tiefe und Breite zurückgegriffen, sodass jeweils die verschiedenen Einstellungen und das heterogene Kenntnisniveau der Lehrenden und der Studierenden berücksichtigt werden. Durch die Nutzung digitaler Lehr-Lernbausteine in den Lehrveranstaltungen werden die Lehramtsstudierenden außerdem mit den Herausforderungen und Chancen digitalisierter Lehre bekannt gemacht und erhalten damit Anregungen für die eigene Professionalisierung. Somit wird durch das Projekt ein „pädagogischer Doppeldecker“ erzielt, also die „Doppelung von Lehr- und Lernprozessen“ (Wahl, 2013, S. 64), der die berufsbezogene Erweiterung der Medienkompetenz zum Ziel hat. Im Projekt wird daher auf drei Ebenen gearbeitet:

  • Auf Ebene 1 werden die Hochschullehrenden dafür gewonnen und vom Projektteam darin unterstützt, Präsenzveranstaltungen in der Lehrerbildung an beiden Hochschulen für die jeweiligen Studierenden des Kooperationspartners zu öffnen.
  • Auf Ebene 2 werden die Lehrenden beider Hochschulen dabei begleitet, bestehende Präsenzveranstaltungen oder Elemente daraus zu digitalisieren und diese anderen Lehrenden der Kooperationshochschule zur Verfügung zu stellen. Diese Ebene ist gerade in der Situation vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie 2020 hochaktuell und im Sinne eines klugen Ressourceneinsatzes weiter voranzutreiben.
  • Auf Ebene 3 werden Lehrende dazu angeregt, ko-konstruktive Lehrveranstaltungsformate unter Einsatz digitaler Werkzeuge hochschulübergreifend zu planen und durchzuführen.

Seminarkonzept

Das ko-konstruktive Seminar "Praxisherausforderungen multiprofessionell und digital bearbeiten" wurde im Blended Learning-Design durchgeführt und durch das Lehrendenteam Prof. Dr. Bärbel Kracke von der FSU Jena und Daniel Kühne von der Universität Erfurt angeleitet sowie durch Marcus Berger von der Lernwerkstatt der Universität Erfurt unterstützt. Eine studentische E-Tutorin hat die Studierenden während der Selbstlernphasen auf der hochschulübergreifenden Online-Lernplattform, dem auf Moodle basierenden Glocal Campus, unterstützt. Weiterhin erhielt das Lehrendenteam Unterstützung und Begleitung durch die Projektmitarbeiterinnen an beiden Hochschulstandorten.

Kennzeichnend für das ko-konstruktive Seminar ist die hochschulübergreifende Zusammenarbeit sowohl des Lehrendenteams, als auch der Studierenden, die in heterogenen Projektteams inklusive Themenfelder in kollaborativen Lernszenarien bearbeiteten und dabei auf digitale Medien, Lern- und Kommunikationsplattformen zurückgriffen. Die z. T. schulformübergreifenden Studierendenteams erarbeiteten mit dem Problem Based Learning-Ansatz digitale Lösungen für den Themenkomplex „Inklusive Lesekompetenzförderung im Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule“. Beim Problem Based Learning-Ansatz arbeiten Studierende nicht an didaktisch konstruierten, sondern, wenn möglich, an realen Fällen der praxisfallgebenden Schule. Somit erhalten die Studierenden einen ganzheitlichen Blick auf Problemstellungen und sind in der Lage, transferierbares Wissen zu konstruieren. Als Praxispartnerin konnte eine Erfurter Gesamtschule gewonnen werden, an der die Studierenden aus beiden Hochschulstandorten nicht nur hospitieren, sondern auch kollegiale Beratung durch die Lehrerinnen und Lehrer erleben konnten. Weiterhin waren Materialien für die Schülerinnen und Schüler dieser Schule zu erarbeiten, die im Unterricht eingesetzt werden können. Im Rahmen des Seminars wurde die Perspektive der Studierenden durch eine Befragung erhoben. Das Lehrendenteam berichtete in Zusammenarbeit mit der Hochschullernwerkstatt der Universität Erfurt in einer Podcast-Reihe über die hochschuldidaktischen Erfahrungen zu drei verschiedenen Zeitpunkten im Semester und verfolgt damit das Ziel, weitere Lehrende für die Ausgestaltung hochschulübergreifender Lehrangebote zu gewinnen.

Interview

An der FSU Jena und Universität Erfurt besteht eine Kooperation zwischen den beiden Hochschulstandorten in der Lehrerbildung. Warum wurde ein Kooperationsprojekt zwischen den beiden Hochschulen initiiert – könnte nicht jede lehrerbildende Hochschule für sich digitale Lehr-Lern-Konzepte entwickeln?

Benjamin Dreer: Die Hochschulen stehen bei der Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer vor ähnlichen Herausforderungen, verfügen aber an den Standorten über unterschiedliche Expertisen und Ressourcen. Es gibt an der FSU Jena beispielsweise ein gut ausgestattetes Multimediazentrum. Die Universität Erfurt bildet aus für das Lehramt an Grundschulen, Regelschulen, Förderschulen und Berufsbildenden Schulen. Die FSU Jena bildet aus für das Lehramt an Regelschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen. Diese Schwerpunkte in gemeinsamen, hochschulübergreifenden Lehrveranstaltungen zu bündeln und den Studierenden aller Lehrämter digital zugänglich zu machen, bietet letztendlich den Studierenden einen Mehrwert. Durch das hochschulübergreifende Angebot erhoffen sich die Universitäten Erfurt und Jena einen fachlichen Austausch sowie eine Ergänzung innerhalb der verschiedenen Fachbereiche der Lehrerbildung. Angehende Lehrerinnen und Lehrer, die in Thüringen studieren, sollen unter den aktuellen Voraussetzungen bestmöglich auf ihren bevorstehenden Berufsalltag vorbreitet werden. Und das lässt sich am besten umsetzen, wenn die lehrerbildenden Hochschulen fachlich kooperieren und ihre standortspezifischen Kompetenzen bündeln.

Das ko-konstruktive Seminar wurde im vergangenen Sommersemester 2019 erstmals im Rahmen des Projektes erprobt. Wie kann man sich den Ablauf des Seminars konkret vorstellen?

Stephanie Wolf: Die Auftaktveranstaltung fand zum Beginn des Sommersemesters 2019 in Präsenz in der Lernwerkstatt der Universität Erfurt statt und diente der Vernetzung und dem Kennenlernen der Studierenden der beiden Universitäten. Nach einer Einführung in die Arbeitsweise des Problem Based Learning-Ansatzes erhielten die Studierenden die Möglichkeit, die praxisfallgebende Erfurter Gesamtschule kennenzulernen und sich mit ersten inhaltlichen Fragen der Lesekompetenzförderung im inklusiven Unterricht zu befassen. In den nächsten Wochen fanden vier virtuelle Treffen der Studierenden zum Austausch an den jeweiligen Hochschulstandorten über eine Webkonferenz statt (vgl. Abbildung. 1). Diese wechselten sich mit online-gestützten Selbstlern- und Kollaborationsphasen der hochschulübergreifenden Studierendenteams unter Nutzung der moodlebasierten Lern- und Kommunikationsplattform Glocal Campus ab. Die Studierenden nutzten die Möglichkeit der Hospitation in der praxisfallgebenden Schule und entwickelten digitale Produkte, die zur Förderung der Lesekompetenz vom Übergang der Grundschule zur weiterführenden Schule eingesetzt werden sollen. Zur Abschlusspräsentation an der FSU Jena am Ende der Vorlesungszeit nahmen alle Studierenden teil. Sie stellten ihre digitalen Prototypen vor und reflektierten gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen die Arbeitsweise im Problem Based Learning-Ansatz, die Nutzung digitaler Möglichkeiten zur orts- und zeitunabhängigen Zusammenarbeit sowie die Arbeit in multiprofessionellen Teams.

 

Bildbeschreibung (1 - 3 Wörter)
Abbildung 1: Seminarablauf des ko-konstruktiven Seminars der Universität Erfurt und FSU Jena im Sommersemester 2019

Worin liegt denn eigentlich das didaktische Potential des Seminarformats?

Benjamin Dreer: Das didaktische Potential des Seminarformats liegt einerseits darin, das Arbeiten in multiprofessionellen Teams zu organisieren. Nicht nur die Studierendengruppe war durch Teilnehmer aus beiden Hochschulen heterogen, sondern auch das Team der Lehrenden. Die Zusammenarbeit erfolgte zeitlich flexibel und über Ortsgrenzen hinweg durch die Nutzung digitaler Werkzeuge auf der Lern- und Kommunikationsplattform. Somit wurden die Studierenden direkt an die Nutzung digitaler Medien herangeführt und erwarben gleichzeitig durch das Seminar Medienkompetenzen. Für die beiden Lehrenden bedeutete die Arbeitsweise auch eine mediendidaktische Bereicherung, denn auch sie haben etwas dazu gelernt und die Seminarbegleitung durch die studentische E-Tutorin und die Projektmitarbeiterinnen als bereichernd empfunden. Nicht zuletzt verändert sich auch die Wahrnehmung der Rolle der Lehrperson im Rahmen des Seminarkonzepts: Die Studierenden arbeiten selbstorganisiert an realen Fällen und werden dadurch zu eigenen Experten. Die Lehrenden werden in diesem Setting zu Begleitern des Lernens.

Bärbel Kracke: Das didaktische Potential liegt zum anderen aber auch im hohen Praxisbezug, der durch die Praxispartnerin Schule ermöglicht wurde. Die Studierenden durften im Rahmen des Seminars im Unterricht hospitieren, sich mit den Lehrerinnen und Lehrern austauschen und arbeiteten an realen Herausforderungen. Das Wissen darum, dass die von den Studierenden entwickelten digitalen Prototypen im folgenden Schuljahr eingesetzt werden könnten, haben einen nicht zu unterschätzenden Motivationsschub freigesetzt. Dies bezeugen die zum Teil über unsere Vorgaben hinaus gehenden, mit Liebe zum Detail, erarbeiteten Produkte der Studierenden. Eine Studierendengruppe erarbeitete zum Beispiel ein digitales Karteikartensystem, mit dem Schülerinnen und Schüler einen gemeinsamen Fremdwortschatz erarbeiten, fächerübergreifend und über Klassenstufen hinweg zusammenstellen und weiterentwickeln können. Eine andere Studierendengruppe verfasste das Leben des Forschers Alexander von Humboldt als Lesegeschichte in drei unterschiedlichen Anforderungsniveaus. Die Studierenden haben die Geschichte als Mini-Leseheft drucken lassen und zusätzlich eigenständig vertont, um Schülerinnen und Schülern das Vor- und Mitlesen zu ermöglichen. Mit den erstellten Arbeitsergebnissen konnten die Studierenden nicht nur den Anforderungen der praxisfallgebenden Schule entsprechen, sondern haben in der Auswertung des Seminars zudem eine hohe Steigerung ihrer persönlichen Medienkompetenz angegeben.

Ich möchte noch einmal zur Umsetzung des Seminars kommen. Welche organisatorischen und technischen Herausforderungen waren damit verbunden?

Bärbel Kracke: Das Standortübergreifende Arbeiten erwies sich einerseits als organisatorische Herausforderung, aber brachte andererseits auch neue Erfahrungen – es funktionierte tatsächlich und die Studierenden beider Hochschulen waren sehr offen für digitale Kommunikationswege und die Nutzung kollaborativer Tools für die Zusammenarbeit. Die zum Seminarablauf und zur Seminarorganisation notwendigen Online-Tools waren für die Studierenden und auch für uns Lehrende zusätzliche Lerngegenstände neben den eigentlichen Lerninhalten. Dies wurde sowohl aus Studierendensicht als auch aus Sicht der Lehrenden als Mehrwert wahrgenommen. Als weitere Herausforderung erwies sich die Beachtung datenschutzrechtlicher Aspekte. Als online-unterstützendes Tool für die Zusammenarbeit wurde die auf Moodle basierende hochschulübergreifende Lern- und Kommunikationsplattform Glocal Campus genutzt. Für die Webkonferenzen zwischen den beiden Hochschulstandorten wurde Adobe Connect benutzt. Beides ist durch die Nutzung von Hochschullizenzen datenschutzrechtlich gesichert. Aber die Studierenden nutzten gern selbstinitiiert Whatsapp, weil es für sie einfach und schnell nutzbar war. Im Seminarkonzept war dies jedoch nicht vorgesehen aber wir mussten feststellen, dass es Studierenden nicht anders geht als uns – wir greifen auf Bewährtes zurück. Gerade in der Lehrerbildung wird es aber auch darum gehen, das Thema des Datenschutzes immer wieder zu beleuchten und die Studierenden dafür zu sensibilisieren.

Das Lehrendenteam reflektierte das Seminar in einer begleitenden Podcast-Reihe. Wie kam es zu der Idee?

Stephanie Wolf: Die Idee, das Seminar mit einer Podcast-Reihe zu begleiten, folgt dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“. Das Ziel eines jeden Projektes in der Entwicklung kooperativer und vernetzender Organisationsstrukturen ist es, andere – in diesem Fall Lehrende –  von der Idee hinter dem Projekt zu begeistern. Mit der Weitergabe der eigenen Lehrerfahrung durch das Medium Podcast wurden die Lehrenden des Seminars selbst zur Reflexion des Erlebten angehalten und konnten diese als praxisnahen Erfahrungsbericht aus erster Hand an Kolleginnen und Kollegen adressieren. Das betrifft in diesem Fall sowohl die positiven Effekte der multiprofessionellen Zusammenarbeit aber auch die Herausforderungen des digitalen Formats. Diese Idee traf bei Marcus Berger, dem Mitarbeiter der Lernwerkstatt der Universität Erfurt, auf positive Resonanz, denn er spielte schon länger mit dem Gedanken einen hochschuldidaktischen Podcast zu starten. So entstanden aus der medialen Begleitung des hochschulübergreifenden Seminars die ersten drei Folgen der #werkstattgespräche – dem Podcast der Erfurter Hochschullernwerkstatt.

Das aktuelle Sommersemester 2020 stellt aufgrund der Corona-Pandemie die Hochschulen vor besondere Herausforderungen und die Lehre muss vielerorts weitgehend in digitaler Form ablaufen. Wie geht es aktuell in Ihrem Projekt weiter?

Stefanie Schettler-Schlag: Dass digitale Lehre zwar mit einem recht hohen, v. a. technischen Aufwand verbunden ist, aber trotzdem Mehrwerte bieten kann und auch Spaß macht, soll Lehrenden in einem regelmäßigen Austauschformat – der digitalen Tapas Bar - nähergebracht werden. Die als Präsenzveranstaltungen an beiden Hochschulen geplanten Netzwerktreffen der digitalen Tapas Bar finden nun wegen der Folgen der Corona-Pandemie in einem virtuellen Format statt. Zu den Themen „Heterogenität online diagnostizieren“, „Feedbackkultur online etablieren“ und „Gruppenprozesse online strukturieren“ finden jeweils hochschulübergreifende Web-Seminare statt, die durch Erklärfilme und ein Toolmenü ergänzt werden. Dieses Angebot wurde schnell auch von Lehrenden anderer Hochschulen entdeckt und genutzt um sich selbst in Fragen einer heterogenitätssensiblen Online-Lehre weiterzubilden und mit anderen Interessierten in den Austausch zu treten. Für die Vorbereitung des Wintersemesters 20/21 planen wir weitere Web-Seminartermine und stehen interessierten Lehrenden für individuelle Beratung zu digitalen Lehr-Lernsettings zu Verfügung. Natürlich wollen wir auch weiterhin kooperative Lehrveranstaltungen anbieten, um Studierenden die Expertisen beider Hochschulen zugänglich zu machen. Im Sommersemester 2020 werden wieder lehramtsrelevante Lehrveranstaltungen an beiden Hochschulen für die Studierenden der Kooperationshochschule geöffnet und aufgrund der aktuellen Lage in digitalisierter Form durchgeführt, so z. B. das Seminar von Stephanie Wolf und ihrer Kollegin Belinda Berweger zum Thema „digital und inklusiv: differenziert Unterrichten mit digitalen Medien“. Im Seminar werden Studierende digitale Tools in Bezug auf den Einsatz im inklusiven Unterricht erproben und ihre Erkenntnisse auf einem öffentlichen Blog posten, um diese Erfahrungen anderen Lehramtsstudierenden zugänglich zu machen.
Für das kommende Wintersemester 2020/2021 planen wir gemeinsam mit Akteuren der Qualitätsoffensive Lehrerbildung eine gemeinsame hochschulübergreifende Ringvorlesung, die durch Aufzeichnungen und Streaming für Lehramtsstudierende an beiden Hochschulstandorten zugänglich sein wird.

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