Lightstructures

Leichtbau-Datenbank als Ergänzung zur Vorlesung über Leichtbau

www.lightstructures.de ist eine Internet-Datenbank, die im Rahmen von Seminararbeiten durch Studenten inhaltlich erweitert wird. Die online gestellten Daten sollen ein vertieftes und weiterführendes Selbststudium als Ergänzung zu Vorlesung und Entwurfsprojekten ermöglichen.
Lightstructures.de ist ein gutes Beispiel dafür, wie Studierende in die Weiterentwicklung des Projekts eingebunden werden.

Ziele und Inhalte

Die Leichtbau- Datenbank wurde konzipiert als studienbegleitende Arbeitshilfe für Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens, die im Rahmen von Entwurfsprojekten den Einsatz von zukunftsorientierten Technologien erproben sollen. Leichtbau-Technologien kommen überwiegend im Fahrzeug- und Flugzeugbau zum Einsatz. Im Bauwesen können sie eine deutliche Ersparnis an eingesetzter Masse und damit einhergehend an eingesetzter Energie ermöglichen. Beiden Gesichtspunkten wurde bisher nicht immer die ihnen gebührende Bedeutung beigemessen, was sich jedoch im Rahmen der immer wichtiger werdenden ökonomischen und ökologischen Gesamtbilanzierung von Gebäuden ändern wird.
Die Umsetzung als online-Datenbank ist motiviert durch das Erreichen eines großen Interessentenkreises und die ständige Aktualisierbarkeit der Datenbank in einem Themenbereich, der großes Entwicklungspotential birgt.
Zur Realisierung der Datenbank wird ein Content Management System (ZOPE) eingesetzt.

Didaktisches Konzept

Die Leichtbau-Datenbank soll Studenten motivieren, fächerübergreifende Recherchen im Gebiet des Leichtbaus durchzuführen, um im Bauwesen noch nicht verankerte Technologien zu erproben. Sie ist eine Ergänzung zur wöchentlichen Präsenzvorlesung "Einführung in den Leichtbau" und zu den Entwurfsprojekten, die im ein- bis zweiwöchigen Rythmus betreut werden. Erfahrungsgemäß wird die Datenbank auch von Studierenden anderer Institutionen und von Berufstätigen genutzt.



Abb.: Beispiel einer Inhaltsseite


Im Portal finden Sie weitere Hinweise zu den Themen Vorlesung und Content Management Systeme.

Curriculare Verankerung

Die Teilnahme am Seminar "lightstructures" ist freiwillig. Seminararbeiten können mit zwei oder vier Punkten (Architekturstudierende) bzw. Semesterwochenstunden (Bauingenieurstudierende) bewertet werden.

Technik

Zugang
Die Nutzung der Leichtbau-Datenbank ist frei und ohne Anmeldung zugänglich.
Die Verwaltung der Inhalte ist passwortgeschützt, wobei die Verteilung von Zugangsrechten möglich ist (z. B. SiteManager: Veränderung der Strukturen und Inhalte, ContentManager: Einstellen und Bearbeiten von Inhalten, AnonymousUser: Betrachten der Inhalte und Einstellen von Inhalten in bestimmten Bereichen, wie Diskussionsforum).

Nutzung
Den passwortgeschützten Arbeitsbereich nutzt das Content Management System ZOPE. Animationen sind mit Macromedia Flash programmiert.
Die Site ist in unterschiedliche Funktionsbereiche gegliedert, die in statische und dynamisch erzeugte Bereiche aufteteilt sind. Statische Bereiche: Hauptnavigation (topmenu), und Logo. Dynamische Bereiche:Nebennavigation (submenu), Inhalt (content) und Illustration (thumbnail). Das Inhaltsbild zeigt die animierte Hauptnavigation (mit Hervorhebung des aktiven Bereichs) oberhalb des Inhalts-Fensters im linken Bereich. Im rechten Bereich des Fensters ist die Nebennavigation, darunter das statische Logo und eine jeweils inhaltsbezogene Illustration zu sehen.

Benötigte Software
JavaScript -aktivierter Browser und Flash-Plug-In erforderlich,
für die Flash 4 Animation:
- Internet Explorer 3 oder höher
- Netscape-Plug-In für Netscape 2 oder höher
Empfehlung: Internet Explorer 5.5 oder höher.

Entwicklung
Die Leichtbau-Datenbank wurde mit dem Content Management System ZOPE programmiert, Animationen mit Macromedia Flash. Für die Bearbeitung und Formatierung der Inhalte genügen einfache HTML -Befehle.
Die Administration erfordert keine weiteren Programme außer einem Browser. Texte werden automatisch mit dem vorgegebenen Layout verbunden.

Kosten

Nach Programmierung mit dem Content Management System entstanden keine weiteren Kosten. Die Datenbank wird inhaltlich betreut durch eine/n Mitarbeiter/in (Betreuung und Korrektur von Seminararbeiten), die Aktualisierung der Seite mit neuen Inhalten wird durch einen Hiwi umgesetzt.

Zielgruppe

Die Nutzung der Datenbank ist für Studierende des Grund- und Hauptstudiums vorgesehen. Die Erstellung von Seminararbeiten als Ergänzung der Datenbank ist auf das Hauptstudium begrenzt. Die Datenbank wird auch von außeruniversitären Personen zur Internetrecherche genutzt.

Rahmenbedingungen

Die Vorlesungen über Leichtbau, die der Leichtbau-Datenbank inhaltlich zugeordnet sind, werden von ca. 60 Studierenden besucht. Seminararbeiten als ergänzende Inhalte der Datenbank werden von ca. 5-10 Studierenden pro Semester durchgeführt.

Ergebnisse

Evaluationsergebnisse liegen derzeit nicht vor.
Die Datenbank an sich kann als "offenes System" betrachtet werden, das weitläufig genutzt wird, was an zahlreichen, auch internationalen Rückmeldungen und Fragen zu belegen ist.

Zum Projekt

Website

http://www.lightstructures.de/

Institution

Universität Stuttgart

Ansprechpartner/in

Prof. Dr.-Ing. Werner Sobek, E-Mail: werner.sobek@ilek.uni-stuttgart.de
Dipl.-Ing. Irmgard Lochner, E-Mail: irmgard.lochner@ilek.uni-stuttgart.de
Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) Universität Stuttgart

Zeitraum

Seminararbeiten zur Ergänzung der Datenbank werden innerhalb eines Semesters abgeschlossen. Die Laufzeit für die Leichtbau-Datenbank ist nicht begrenzt. Sie wird fortlaufend weiterbetreut und -entwickelt.

Förderung

Förderung durch das Projekt 100 online der Universität Stuttgart (http://www.uni-stuttgart.de/100-online/). Die Universität Stuttgart war mit ihrem gesamten eLearning-Programm Finalist beim "Medida-Prix" im Jahr 2004.

Beteiligungen und Kooperationen

Die Idee zu einer Leichtbau-Datenbank entstand im Rahmen der Entwurfslehre des Instituts und wurde zunächst als studentisches Projekt umgesetzt. Ab dem Wintersemester 2000/2001 wurde es von der Universität Stuttgart im Rahmen des Projekts 100 online gefördert, wodurch die konsequente Entwicklung einer ausbaufähigen Datenbank mittels eines Content Management Systems ermöglicht wurde und Hard- und Software angeschafft werden konnten. Die Universität Stuttgart fördert in großem Rahmen die Virtualisierung der Lehre.

Kategorisierung

Lehrfunktion

  • Informationsvermittlung
  • Wissenserarbeitung

Medieneinsatz

  • Hypertext
  • Sonstigs

Fachbereich

  • Ingenieurswissenschaften
  • Sonstiges

Lehrszenarien

  • Vorlesung
  • Projekt
  • Seminar
  • Betreuung

Kategorie

  • Lernmaterial(-sammlung)