Diversität als Anlass zur Lehrkompetenzentwicklung: Ideen für eine heterogenitätsgerechte Lehre (mit digitalen Medien)

Viele Hochschulen nehmen das Bewusstsein der wachsenden Heterogenität der Studierenden zum Anlass für institutionelle Entwicklungsprozesse und formulieren entsprechende Leitbilder. Doch das Ziel, heterogenitätsgerechte und diversitätssensible Lehr- und Lernsettings zu schaffen, erfordert von Lehrenden andere Kompetenzen als bisher und von den Hochschulen Strukturen, die die Lehrentwicklung und die Kompetenzentwicklung der Lehrenden unterstützen.
Bild zur Online-Veranstaltung
Dr. Birgit Szczyrba und Timo van Treeck (beide Technische Hochschule Köln)

An der TH Köln ergab eine umfassende innerinstitutionelle Studie (Szczyrba & van Treeck 2015), dass Studierende und Lehrende zwar ähnliche Zielvorstellungen über ein gelungenes Studium und gute Lehre haben, dass aber Diversität der Studierenden häufig eher nivelliert wird: Obwohl Lehrende die Diversität der Studierenden zunächst durchaus wahrnehmen, wird sie nicht als Potential zu deren Kompetenzentwicklung genutzt.

Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen des Hochschulprogramms Educational Diversity ein Qualifizierungskonzept zur Förderung einer diversitätssensiblen Lehr- und Lernkultur entwickelt, das im Online-Event vorgestellt wird. Zum Thema werden auf Basis der Ergebnisse der Studie hochschuldidaktische (Coaching)-Maßnahmen mit folgenden Fragen: Wie wurde ein verpflichtendes Coachingprogramm für Neuberufene als Kernelement der Lehr-/Lernkultur entwickelt? Wie werden in diesem Rahmen und darüber hinaus digitale Medien zur Gestaltung einer diversitätssensiblen Lehre thematisiert? Welche Grenzen zeigen sich? Welche Anlässe führen zur kritisch-konstruktiven Reflexion der (digitalen) Gestaltung der Lehre und der hierfür notwendigen Strukturen?

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