Lehrqualität für heterogene Studierende gestalten: Welche (digitalen) Unterstützungsangebote sind sinnvoll?

Im Online-Event ging es auch, aber nicht ausschließlich darum, inwiefern digitale Medien helfen können, durch die Heterogenität der Studierenden entstehende Schwierigkeiten zu verringern bzw. auch die Vielfalt von Studierenden positiv in die Lehre einzubeziehen.
Prof. Dr. Philipp Pohlenz und Anja Schulz

Die zunehmende Heterogenität von Studierenden wird inzwischen an vielen Hochschulen thematisiert und es gibt zahlreiche Förderprogramme, etwa zur Unterstützung von Studierenden mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und Lernerfahrungen in der Studieneingangsphase. Doch welche Maßnahmen haben sich dabei als zielführend erwiesen? Im Auftaktevent des Themenspecials ging es zwar auch, aber nicht ausschließlich darum, inwiefern digitale Medien helfen können, durch die Heterogenität der Studierenden entstehende Schwierigkeiten zu verringern bzw. auch die Vielfalt von Studierenden positiv in die Lehre einzubeziehen.

Prof. Dr. Philipp Pohlenz (Univ. Magdeburg) gab zunächst einen Überblick über Themen und Programme, die im Zusammenhang mit Heterogenität bzw. Diversität aktuell diskutiert bzw. durchgeführt werden. Dabei ging er auch auf Forschungen deren Wirksamkeit und nicht zuletzt auf politische Fragen und sozialwissenschaftliche Erklärungen zum Themenkreis sowie auf konkrete Professionalisierungsstrategien ein. Prof. Pohlenz ist Leiter des von 2012 bis 2020 im Rahmen des Qualitätspakt Lehre vom BMBF geförderten Verbundprojekts Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre (HET LSA),  an dem alle sieben staatlichen Hochschulen in Sachsen-Anhalt mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten beteiligt sind.

Im Rahmen von HET LSA wurde auch das Qualifizierungsangebot "Heterogenitätssensible Seminargestaltung" entwickelt, das Anja Schulz (Univ. Halle-Wittenberg) im Online-Event vorstellte. Die als Blended-Learning-Format konzipierte Veranstaltung soll Lehrende dabei unterstützen, der Vielfalt der Studierenden in ihren Lehrveranstaltungen mit ausgewählten Präsenz- und E-Learning-Methoden zu begegnen.

Prof. Dr. Philipp Pohlenz

Philipp Pohlenz studierte Soziologie und war danach zunächst als Leiter der Servicestelle für Lehrevaluation, Referent des Vizepräsidenten für Lehre und Studium sowie als Geschäftsführer des ZfQ an der Universität Potsdam tätig. Seit 2014 ist er Inhaber der Professur für Hochschulforschung und Professionalisierung der akademischen Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und seit 2016 Studiendekan der Fakultät für Humanwissenschaften an der OVGU. Er leitet das Verbundprojekt HET LSA .

Materialien zur Veranstaltung

Hier finden Sie im Anschluss an das Online-Event alle bereitgestellten Materialien, wie die Aufzeichnung der Veranstaltung oder die Folien der Referentinnen und Referenten.

Aufzeichnung

Kommentare (2)

Ina Semper

16.05.2019 13:40

Ina Semper sagt:

Ich bin irritiert von der Verwendung des Begriffes Heterogenität in der Beschreibung dieser Veranstaltung auf dieser Seite. Es klingt hier fast so an, als ob Heterogenität das Merkmal von Individuen (Studierenden) sei. Ein Aspekt aber nicht für sich besehen heterogen sein, sondern nur als Differenz von Aspekten bezogen auf einen Vergleichsmaßstab hin- Heterogenität kann dann bescheinigt werden, wenn die Abweichungen bezogen auf das Kriterium unterschiedlich groß sind. Welche Kriterien das sind, sollte expliziert werden, damit der Begriff Heterogenität nicht als Chiffre für die Abweichung von einer wie auch immer verstandenen Norm wird!

thillosen

16.05.2019 14:43

thillosen sagt:

Hallo Frau Semper, vielen Dank für Ihr genaues Lesen und Nachfragen. Tatsächlich haben wir in der Beschreibung der Online-Veranstaltung nur zwei Aspekte studentischer Heterogenität genannt, unterschiedliche Vorkenntnisse und unterschiedliche Lernerfahrungen. Aber natürlich ging es im Event (ebenso wie im gesamten Themenspecial) auch um Heterogenität in anderen Bereichen, z.B. in Bezug auf den sozialen und kulturellen Hintergrund, außeruniversitäre Verpflichtungen in Beruf und Familie usw.

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