Newsletter 54 | Mai 2024

Liebe e‑teaching.org-Community,

was beschäftigt Sie eigentlich in Ihrem beruflichen Kontext zurzeit ganz besonders? Da e‑teaching.org in diesem Sommersemester 2024 kein Themenspecial durchführt, haben wir die Gelegenheit genutzt, verschiedene Akteurinnen und Akteure aus der Community einzuladen, in unserer Online-Eventreihe darüber zu berichten – u. a. Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg) und Prof. Dr. Ulrike Lucke (Univ. Potsdam).

In der ersten Veranstaltung geht es um die Frage: „Wie entwickelt man eigentlich ... eine OER-Policy für eine Hochschule?“ Yulia Loose (ELAN e. V.) und Frank Homp (Univ. Bielefeld) stellen im Event ein OER-Policy-Kit vor, das Hochschulen dabei unterstützt, eine eigene OER-Policy zu entwickeln, die auf die jeweilige Ausgangssituation vor Ort zugeschnitten ist. Der Leitfaden wurde von einer Arbeitsgruppe entwickelt, an der mehrere OER-Netzwerke beteiligt waren: das niedersächsische OER-Portal twillo, das Netzwerk ORCA.nrw sowie die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Zu diesem ersten Online-Event der Reihe am Montag, 27.05.2024 um 14 Uhr möchte ich Sie herzlich einladen!

Uns bei e‑teaching.org hat in den letzten Monaten übrigens vor allem die Aktualisierung von zwei Portalbereichen sehr beschäftigt. Jetzt ist es geschafft: Sowohl der Bereich „Prüfungen und Tests“ wurde komplett neu strukturiert und aktualisiert als auch mehrere Seiten in der Rubrik „Video“. Bei der Überarbeitung beider Bereiche hat das Team unseres Projekts „AuftAkt“ intensiv mit Expertinnen und Experten aus der Community zusammengearbeitet und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Mit den Sprints setzen wir ein Experiment fort, das wir vor einem Jahr, anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von e‑teaching.org begonnen haben: die Aktualisierung und Neuerstellung von Portalinhalten gemeinsam mit der Community im Rahmen von Content-Sprints. Damals haben nicht nur viele Partnerhochschulen und die E-Learning-Ländereinrichtungen der Bundesländer ihre Seiten auf den neusten Stand gebracht; es wurden auch zahlreiche Begriffe für das Glossar von e‑teaching.org erstellt und Portalseiten grundlegend überarbeitet gebracht oder neu entwickelt – vielen Dank noch einmal an alle Beteiligten!

In diesem Newsletter (der wie immer auch als PDF verfügbar ist) berichten wir über die aktuellen Sprints und deren Ergebnisse, über weitere neue Inhalte auf e‑teaching.org und viele andere Themen rund um das Portal, etwa unsere neue Präsenz bei LinkedIn.

Wir wünschen Ihnen viele Anregungen bei der Lektüre und freuen uns auf Ihre Teilnahme an den Online-Events!

Anne Thillosen

1 Einladung zu den Online-Events im Sommersemester 2024

Auch ohne Themenspecial gibt es auf e‑teaching.org im Sommersemester eine Online-Veranstaltungsreihe! Weil die Events diesmal nicht thematisch gebunden sind, haben wir die Gelegenheit genutzt, Referentinnen und Referenten einzuladen, unter dem flexiblen Motto: „Was macht eigentlich … ?“ oder „Wie geht eigentlich …?“ Einblicke in ihre sehr unterschiedlichen Fragestellungen und Arbeitsbereiche zu geben – von der Entwicklung einer OER-Policy über offene Lehre mit Social Media bis zum BMBF-Vorhaben „Mein Bildungsraum“. Die Veranstaltungen sind wie immer kostenfrei zugänglich. Mit dem folgenden Überblick möchten wir sehr herzlich dazu einladen:

Bildbeschreibung (1 - 3 Wörter)
Yulia Loose (ELAN e. V.) und Frank Homp (Univ. Bielefeld; Bild: © Univ. Bielefeld)

Montag, 27. Mai, 14 Uhr
Wie entwickelt man eigentlich ... eine OER-Policy für eine Hochschule?

Immer mehr Hochschulen bekennen sich zu Openness und wollen durch eine Richtlinie ein Signal für Lehrende und andere Hochschulangehörige setzen, dass sie das Erstellen und Teilen von OER (Open Educational Resources) unterstützen. Doch was sollte eine solche Policy eigentlich enthalten und wie geht man bei der Erstellung am besten vor? Ziel des OER-Policy-Kits, das Yulia Loose (ELAN e. V.) und Frank Homp (Univ. Bielefeld) im Online-Event vorstellen, ist es, Bausteine bereitzustellen, die es ermöglichen, Richtlinien zu erstellen, die der jeweils eigenen Ausgangssituation entsprechen und zugleich alles Wesentliche im Blick behalten.

Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg)
Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg)

Montag, 3. Juni 2024, 14 Uhr
Wie geht eigentlich ... Lehre und Transfer mit Twitch, Discord & Social Media

In einem eineinhalbstündigen Online-Event zeigt Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg), dass Transfer kein einseitiger Prozess der Wissenskommunikation sein muss, sondern in Verbindung mit Lehre als interaktiver Austausch von Menschen innerhalb und außerhalb der Hochschule gestaltet werden kann. An konkreten Beispielen aus seiner eigenen Lehre stellt er soziale Medien wie Twitch, Discord & Co. als Interaktionsräume vor, die es ermöglichen gemeinsam zu lernen und darüber hinaus soziale Kontakte zu knüpfen.

Bildbeschreibung (1 - 3 Wörter)
Lambert Heller (TIB Hannover), David Lohner (KIT, dghd), Jörg Hafer (GMW) und Jan Vanvinken-roye (Univ. Stuttgart, GMW)

Montag, 17. Juni, 14 Uhr
Warum sind eigentlich … die Fachgesellschaften für (digitale) Hochschullehre jetzt auf Mastodon?

Die Mastodon-Instanz https://higher-edu.social bietet eine zusätzliche Informations- und Vernetzungsgelegenheit für Einzelpersonen und Institutionen, die sich für innovative Hochschulbildung in einer digital geprägten Welt interessieren und engagieren. Das gemeinschaftliche Projekt von dghd und GMW setzt ein hochschulpolitisches Statement für Open Access, Open Education und offenen wissenschaftlichen Diskurs jenseits kommerzieller Plattformen. Das Online-Event beginnt mit einer Einführung in das Fediverse, danach erläutern Vertreter der Fachgesellschaften, warum sie diesen Dienst für ihre Communities zur Verfügung stellen und diskutieren die Bedeutung von Open Education, Open Science und Open Source für die Hochschulbildung.

Prof. Dr. Ulrike Lucke (Univ. Potsdam) (Foto: Tobias Hopfgarten/Univ. Potsdam)
Prof. Dr. Ulrike Lucke (Univ. Potsdam) (Foto: Tobias Hopfgarten/Univ. Potsdam)

Montag, 1. Juli 2024
Was macht eigentlich ... das Projekt „Mein Bildungsraum“?

Seit 2021 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Vorhaben „Mein Bildungsraum“. Die Idee dahinter: Einen bundesweiten digitalen Bildungsraum zu schaffen, der Lernende, Lehrende und die Anbieter verschiedener Bildungsangebote bildungsphasenübergreifend miteinander vernetzt. Mit dem Projekt „eteachProNBP2“ ist auch e‑teaching.org an diesem Vorhaben beteiligt, mit dem Ziel, Portalinhalte einer breiteren Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen. Im Online-Event berichtet Prof. Dr. Ulrike Lucke (Univ. Potsdam) über „Mythen und Wirklichkeit“ im Zusammenhang mit diesem komplexen Projekt – und über den tatsächlichen Stand der Dinge.

2 Neue Portalinhalte

Seit dem Erscheinen des letzten Newsletters im Oktober 2023 sind zahlreiche neue Portalinhalte entstanden, viele davon im Zusammenhang mit unserem Themenspecial „KI in der Hochschulpraxis“. Darüber hinaus haben Expertinnen und Experten aus der Community in zwei durch das Projekt „AuftAkt“ ausgerichteten Content-Sprints Inhalte zu zwei umfassenden Themenbereichen – „Prüfungen und Tests“ sowie „Video“ – grundlegend überarbeitet oder neu erstellt. Last but not least ist auch die Sammlung von Entwurfsmustern zur Gestaltung hybrider Lernräume auf e‑teaching.org um mehrere neue Beispiele gewachsen.

2.1 Rückblick auf das Themenspecial „KI in der Hochschulpraxis“

Bild der e-teaching.org Themenseite "KI in der Hochschulpraxis"

Als das e‑teaching.org-Team im Jahr 2021 erste Überlegungen zu einem Themenspecial über Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre anstellte, bestand eher Skepsis, ob dieses Thema in einer breiteren Hochschulöffentlichkeit auf Interesse stoßen würde. Doch nach dem Hype, der durch die Veröffentlichung von ChatGPT Ende November 2022 ausgelöst wurde, kam das Themenspecial „KI in der Hochschulpraxis“ im Wintersemester 2023/24 genau zum richtigen Zeitpunkt.

Nach den vielen grundlegenden Diskussionen der vorangegangenen Monate lag der Fokus der fünf gut besuchten Online-Events und mehrerer Gastbeiträge zum Themenspecial darauf, was bereits funktioniert und erfolgreich eingesetzt wird. Denn inzwischen haben viele Personen (erste) Erfahrungen mit KI in der Lehre gemacht; zugleich bestand – und besteht  – jedoch immer noch viel Informations- und Diskussionsbedarf.

In der fulminanten Auftaktveranstaltung der Online-Eventreihe gab Prof. Dr. Doris Weßels (FH Kiel) unter der Überschrift „Generative KI trifft auf Hochschule: Eine Zeitreise vom ‚Urknall‘ bis heute“ einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen von KI in der Hochschulpraxis, die es seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 bereits schon wieder gegeben hat. An dem Event nahmen über 200 Personen live teil; die Aufzeichnung wurde inzwischen über 40.000 Mal abgerufen. 

Einen grundlegenden Überblick über Einsatzmöglichkeiten von KI in der Hochschulpraxis bzw. grundsätzliche ethische Fragen, die sich durch KI in diesem Kontext stellen, geben auch die folgenden Beiträge zum Themenspecial:

  • e‑teaching.org-Artikel: KI in der Hochschullehre – eine Übersicht
    Zurzeit ist noch kaum absehbar, welche Veränderungen durch die Veröffentlichung von ChatGPT 3.5 als frei nutzbarem Chatbot im November 2022 (nicht nur) in der Hochschulwelt ausgelöst wurden. In ihrem Übersichtsbeitrag betrachten Stefan Göllner und Dr. Britta Leusing vom KI-Campus deshalb zunächst drei zentrale Themenbereiche: KI in der hochschulischen Ausbildung vom Querschnittsthema bis zum Aufbau eigener Studiengänge; KI im wissenschaftlichen Arbeiten bzw. KI-Leitlinien an Hochschulen sowie KI als Lern- und Lehrtool.
  • Interview: KI als Spannungsverstärker hochschuldidaktischen Handelns – warum eine Wertediskussion unerlässlich ist
    Hochschuldidaktik bewegt sich immer in einer inhärenten Spannung zwischen den Polen Wissenschaft, Praxis und Person, so definierte es der Hochschuldidaktiker Ludwig Huber bereits in den 1980er Jahren. Im Interview mit e‑teaching.org zeigen die Hochschulforscherinnen Prof. Dr. Gabi Reinmann und Alice Watanabe nun, wie KI diese Spannung verstärkt. Statt „einfache Antworten“ zu geben, die aus ihrer Perspektive nur zu reaktivem Verhalten von Lehrenden und Studierenden führen würden, plädieren sie für eine neue Diskussion über akademische Werte.

Im zweiten Online-Event des Specials ging es darum, dass das Thema KI nur dann verlässlich in die Lehre integriert werden kann, wenn es curricular verankert ist. In der Veranstaltung stellten Frau Prof. Dr. Herrmann-Werner und Frau Dr. Festl-Wietek (beide Univ. Tübingen) unter dem Titel „KI in der Medizin hautnah – Entwicklung und Implementierung eines KI-Curriculums“ am Beispiel des Projekts „TüKITZMed“ ein erstes, exemplarisches Beispiel für ein interprofessionelles Curriculum mit Schwerpunkt „KI in der Medizin“ vor und gingen dabei auch auf Ansatzpunkte zur Übertragung in andere Fachbereiche ein.

Das dritte Online-Event war das in Kooperation mit dem KI-Campus ausgerichtete „Barcamp: KI in der Hochschullehre – Beispiele aus der Praxis“. Ziel der zweistündigen Veranstaltung war es, Praxisbeispiele vorzustellen und zu diskutieren, die bereits erfolgreich im Einsatz sind und nicht – wie häufig in den vergangenen Monaten – gerade erst erprobt worden waren. Diese Beispiele wurden zu Beginn des Events im Plenum vorgestellt. Im Anschluss bestand die Gelegenheit, in Kleingruppen die vorgestellten Tools und Szenarien zu erproben und über weiterführende didaktische Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Kurz nach dem Event wurde eins dieser Praxisbeispiele zusätzlich in einem ausführlichen Erfahrungsbericht vorgestellt:

  • Erfahrungsbericht: Im Sokratischen Dialog mit KI
    In diesem Beitrag stellt Katharina Opper (FernUniversität in Hagen) eine Neuinterpretation der sokratischen Gesprächsmethode mithilfe von KI vor. Um Studierende zur Auseinandersetzung mit scheinbar selbstverständlichen Begriffen anzuregen, befasst sie sich im Rahmen ihrer Masterarbeit mit der Entwicklung und Erprobung eines Prompts, durch den generative KI-Modelle die Rolle eines sokratischen Gesprächsleiters übernehmen und gezielte Fragen stellen, statt Antworten zu liefern. Ein wesentlicher Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass die Eigenleistung der Studierenden im Vordergrund steht.

Die vierte Online-Veranstaltung war ein Experiment für uns, denn bisher hat es auf e‑teaching.org noch keine Workshops für eine kleinere, geschlossene Gruppe von Teilnehmenden gegeben, zu der man sich vorher anmelden musste. Doch für den zweieinhalbstündigen Workshop: Prüfen in Zeiten von ChatGPT und generativer Künstlicher Intelligenz unserer IWM-Kollegin Prof. Dr. Marlit Lindner gab es eine so lange Warteliste, dass die Veranstaltung schließlich sogar zweimal angeboten wurde.

Passend zum Thema „KI und Prüfungen“ konnten im Special außerdem die Ergebnisse einer interessanten Studie veröffentlicht werden:

  • Interview: Prüfungen generieren mit KI? Neue Erkenntnisse aus der RWTH Aachen University
    Als Leiter des Center für Lehr- und Lernservices (CLS) an der RWTH Aachen University und Partner im Projekt „KI:edu.nrw“ beschäftigt sich PD Dr. Malte Persike schon lange mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Hochschulbereich. Im Podcast mit e‑teaching.org spricht er über eine am CLS intern durchgeführte Studie, in der es z. B. darum ging, wie ChatGPT genutzt werden kann, um die Erstellung und die Korrektur von Prüfungen zu erleichtern – aber auch darum, an welchen ganz konkreten Punkten KI besser nicht eingesetzt werden sollte.

Die abschließende Podiumsdiskussion zum Themenspecial stand unter dem Titel „Zwischen Faszination und Skepsis: Wie verändert KI die Hochschulpraxis?“ Um möglichst vielfältige, fundierte Antworten auf diese Fragen zu erhalten, waren zu dieser Diskussion Expertinnen und Experten eingeladen, die sich bereits seit längerem und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Themenkomplex KI und Lehre befassen: Prof. Dr. Peter Gerjets als Professor für Lehr-/Lernpsychologie der Eberhard Karls Universität Tübingen und Leiter einer Arbeitsgruppe am IWM, Dr. Britta Leusing ist stellv. Geschäftsführerin des KI-Campus, Iris Neiske als Mitinitiatorin der Themenreihe „KI in der Hochschullehre“ der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik sowie PD Dr. Malte Persike als Leiter des Center für Lehr- und Lernservices (CLS) an der RWTH Aachen University.

Die Aufzeichnungen aller Events stehen ebenso wie alle anderen Inhalte des Themenspecials im Portal dauerhaft online zur Verfügung.

Neue Themenseite: „KI in Studium und Lehre“

Bild der Themenseite "KI in Studium und Lehre"

Über die bisher genannten Online-Events und weiteren Beiträge zum Themenspecial hin-aus haben wir außerdem eine Themenseite Themenseite „KI in Studium und Lehre“ entwickelt. Sie bietet einen Überblick über Grundlagen, Praxis- und Diskussionsbeiträge nicht nur auf unserem Portal e teaching.org, sondern auch über ausgewählte, vorwiegend frei zugängliche Angebote verschiedener anderer Akteure aus dem Hochschulkontext. Hier finden Sie neben zahlreichen Informations- und Weiterbildungsangeboten auch Literaturempfehlungen sowie Hinweise auf Veranstaltungsreihen, Schulungsangebote und deren jeweilige Aufzeichnungen.

Die Themenseite wurde geschaffen, um solche Angebote übersichtlich an einem Ort bereitzustellen. Sie wird durch unser Redaktionsteam regelmäßig aktualisiert und um neue Inhalte erweitert, denn wir gehen davon aus, dass auf e‑teaching.org ebenso wie in der Hochschulcommunity zukünftig noch viele weitere Beiträge zu diesem Thema erscheinen werden – und dass eine aktuelle Übersicht für viele Akteurinnen und Akteure hilfreich ist. 

2.2 Weitere neue Portalinhalte

Im vergangenen Winterhalbjahr haben wir nicht nur komplett neue Inhalte in unserem Portal veröffentlicht. Besonders freuen wir uns, dass wir mit tatkräftiger Unterstützung durch engagierte Expertinnen und Experten aus der e‑teaching.org-Community und aus unseren Partnerprojekten auch einige schon seit langem bestehende zentrale Portalinhalte grundlegend aktualisieren und um neue Inhalte erweitern konnten.

Prüfungen und Tests – umfassende Aktualisierung und Überarbeitung des Portalbereichs

Im Rahmen eines mehrtägigen Content-Sprints im November 2023 wurde der Portalbereich „Prüfungen“ grundlegend überarbeitet. Das Sprint-Format selbst stellen wir Ihnen ausführlicher in Abschnitt 3.1 vor, wo das Team des Projekts „AuftAkt“ einen Einblick in das kollaborative Schreib-Event bietet, zu dem wir Expertinnen und Experten aus mehreren Hochschulen zu uns nach Tübingen eingeladen hatten. An dieser Stelle möchten wir Ihnen aber zunächst einen Einblick in den neuen Portalbereich Prüfungen und Tests geben.

Der vollständig überarbeitete Portalbereich bietet nun eine ausführliche Einführung in das Prüfen und Testen mit digitalen Medien im Hochschulkontext. Neben diesen Grundlagen werden insbesondere die Themenbereiche Prüfungsdidaktik sowie die technische und organisatorische Gestaltung vertieft. Neben einer ausführlichen Einführung in die Merkmale digitaler Prüfungen und Tests werden auch einige häufig eingesetzte Prüfungsformate ausführlich vorgestellt: E‑Klausuren in Präsenz, E-Klausuren und mündliche Prüfungen in Distanz oder auch lernbegleitende Tests und diagnostische Prüfungen. Die Prüfungsformen werden mit Blick auf didaktische, technische und organisatorische sowie rechtliche Aspekte beschrieben, außerdem gibt es praktische Tipps und Hinweise für die konkrete Umsetzung. In etwas kürzeren Einführungen geht es außerdem um einige weitere digitale Prüfungsformate, wie Take-Home-Prüfungen, Zeitdruckprüfungen, Upload-Prüfungen, Scan-Klausuren aber auch die klassische Hausarbeit.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Autorin und den Autoren der Texte: Dr. Xenia Jeremias (TH Wildau), Dr. Andreas Kempka (FernUniv. in Hagen), Dr. Jens Leimann (Univ. Bremen), Sven Slotosch (Univ. Freiburg), Alexander Schulz (FU Berlin) und Stefan van den Kroonenberg (Univ. Tübingen)!

Neuerstellung von Portalinhalten zum Thema „Video“

Olaf Schulte (ETH Zürich) und Rüdiger Rolf (Univ. Osnabrück) aus der deutschsprachigen Opencast-Community haben in den vergangenen Monaten mehrere Portalseiten rund um das Thema „Video“ neu erstellt, wodurch veraltete Portalbereiche ersetzt werden konnten. Die neuen Inhalte finden Sie in den drei Portalrubriken „Medientechnik“, „Didaktisches Design“ und „Lehrszenarien“.

Bild einer Frau, die eine Kamera bedient

Im Bereich „Medientechnik“ werden Vi­deoforma­te sowohl aus inhaltlicher als auch aus technischer Perspektive in ihren unterschiedlichen Ausprägungen vorgestellt. Es werden Vorteile, aber auch Nachteile des Videoformats für Lehrende und Lernende an Hochschulen aufgezeigt. Außerdem werden auch Aspekte wie die Videoproduktion, Equipment und Software thematisiert, ebenso wie rechtliche Aspekte oder Barrierefreiheit in Bezug auf das Medienformat.

Die Seite Video im Portalbereich „Didaktisches Design“ stellt in den Mittelpunkt, welche Chancen und Herausforderungen sich aus didaktischer Perspektive durch den Einsatz von Videos in Lehr- und Lernszenarien bieten und stellt filmische Gestaltungsmittel vor.

Eine der verbreitetsten Nutzungsformen von Lehrvideos sind Vorlesungsaufzeichnungen. Einen aktuellen Einblick in deren Erstellung sowie Vor- und Nachteile der Nutzung gibt die vollständig aktualisierte und überarbeitete Seite im Portalbereich „Lehrszenarien“.

Neue Entwurfsmuster zur Gestaltung hybrider Lernräume

Im vergangenen Halbjahr ist unsere Sammlung an Entwurfsmustern zur Gestaltung hybrider Lernräume auf e‑teaching.org weiter gewachsen. Zwei neu veröffentlichte Gestaltungslösungen befassen sich mit der Unterstützung von Gruppen- und Projektarbeit und zeigen, wie die gezielte Einbindung digitaler Werkzeuge den Hochschulcampus zu einem hybriden Lernraum mit vielfältigen Möglichkeiten für Lehre und Studium erweitern kann.

Zwei Personen, die an einem Whiteboard zusammenarbeiten

So macht das Entwurfsmuster „Online-Whiteboards on Campus“ deutlich, dass Online-Whiteboards nicht nur ein beliebtes Tool für Online-Seminare und -Workshops sind, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten für den Einsatz in Präsenzsitzungen auf dem Campus bieten. Der Text auf e‑teaching.org stellt diese Möglichkeiten vor und gibt praktische Hinweise zur Umsetzung. 

Ein weiteres neues Entwurfsmuster erläutert anschaulich, was bei der Gestaltung von Gruppenarbeitsplätzen mit (interaktiven) Displays auf dem Campus zu beachten ist. Die Gruppenarbeitsplätze können hybride Zusammenarbeit auf dem Campus unterstützen und die Diskussion innerhalb der Gruppe sowie das gemeinsame Arbeiten gezielt fördern.

Mit dem Repositorium „Hybride Lernräume“ lassen sich auf e‑teaching.org mittlerweile über 50 Lösungen für die Gestaltung hybrider Lernräume für die Hochschullehre entdecken. Die Sammlung umfasst dabei sowohl kleine, schnell umzusetzende, als auch umfassendere Gestaltungslösungen. Diese werden jeweils im Entwurfsmuster-Format detailliert erläutert und durch konkrete Beispiele veranschaulicht. Anhand von Filtermöglichkeiten kann das Repositorium gezielt durchsucht werden, um Lösungen für unterschiedliche Lehrszenarien (Vorlesung, Seminar, Selbststudium usw.), unterschiedliche Formen der Raumgestaltung und unterschiedliche Hybriditätsformen (synchron, asynchron, ortsübergreifend oder allen Teilnehmenden an einem Ort) zu finden.

3 Kooperationen

Ohne die Zusammenarbeit mit Drittmittelprojekten und mit der Community wäre es für das kleine Kernteam von e‑teaching.org kaum möglich, einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Kontext der Lehre mit digitalen Medien zu behalten, kontinuierlich auf neue Entwicklungen hinzuweisen sowie regelmäßig qualitativ hochwertige neue Inhalte im Portal vorzustellen bzw. bestehende Inhalte zu aktualisieren – und vor allem, immer wieder neue Ideen und Formate zu entwickeln. Deshalb berichten wir in diesem Abschnitt des Newsletters zunächst über die Entwicklungen in zwei Projekten, die direkt am IWM angesiedelt sind. Außerdem stellen wir die AG Didaktische Metadaten vor, die sich institutionenübergreifend mit diesem immer wichtiger werdenden Thema befasst und deren Gründung von e‑teaching.org mitinitiiert wurde.

3.1 Neues aus dem Projekt "AuftAkt"

Das e‑teaching.org-Projekt „AuftAkt“ widmet sich seit April 2023 zwei zentralen Herausforderungen, die mit der umfangreichen Wissensbasis unseres Portals verbunden sind: (1) dem Aktuellhalten und (2) der Auffindbarkeit von Portalinhalten. Dafür wird es über einen Zeitraum von drei Jahren durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) gefördert.

Für das erste Projektziel, die Aktualisierung und Weiterentwicklung der Portalinhalte, setzen wir auf einen community-orientierten Ansatz. Hierfür führt das Projektteam sogenannte Content-Sprints durch. In diesen Sprints werden Portalinhalte innerhalb eines begrenzten Zeitraums durch Expertinnen und Experten aus dem Hochschulbereich kollaborativ aktualisiert und um neue Inhalte ergänzt.​ Im Projekt „AuftAkt“ wird das Format des Content-Sprints in unterschiedlichen Varianten erprobt und im Rahmen von Design Based Research iterativ weiterentwickelt.​

Bildbeschreibung (1 - 3 Wörter)
Die Teilnehmenden des Content-Sprints mit dem Projektteam am IWM in Tübingen. Vordere Reihe v.l.n.r.: Andreas Kempka, Xenia Jeremias, Anne Thillosen, Natalie John. Hinten v.l.n.r.: Stefan van den Kroonenberg, Sven Slotosch, Jens Leimann, Alexander Schulz, Mareike Kehrer (Foto: Barbara Rühling)

Ende November 2023 konnten wir erstmalig einen mehrtägigen Präsenz-Sprint am IWM in Tübingen durchführen, in dem zum Thema „Prüfungen und Tests“ ein kompletter Portalbereich vollständig neu strukturiert und aktualisiert wurde. Damit die neu entstehenden Texte sowohl einen grundlegenden Überblick zum Thema bieten als auch den aktuellen Wissensstand gut abbilden, haben wir Expertinnen und Experten eingeladen, die bereits seit langem die Durchführung von Prüfungen mit digitalen Medien an ihren jeweiligen Hochschulen und die Diskussion in der E-Prüfungscommunity maßgeblich mitgestalten: Mit Dr. Xenia Jeremias (TH Wildau), Dr. Andreas Kempka (FernUniv. in Hagen), Dr. Jens Leimann (Univ. Bremen), Sven Slotosch (Univ. Freiburg), Alexander Schulz (FU Berlin) und Stefan van den Kroonenberg (Univ. Tübingen) konnten wir Sprint eine hochmotivierte Gruppe für den kollaborativen Schreibprozess gewinnen. Professionell moderiert wurde der Sprint von Barbara Rühling und Jana Mendelski von Book Sprints Limited, die redaktionelle Betreuung übernahmen Natalie John, Mareike Kehrer und Dr. Anne Thillosen aus dem Projektteam.

Von jeweils 9 Uhr am Morgen bis teils weit in den Abend erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam eine neue Struktur für den Portalbereich, schrieben Texte und überarbeiteten diese in mehreren Feedbackschleifen. Und selbst in den Pausen entspannen sich lebhafte Diskussionen über didaktische, technische oder organisatorische Aspekte des Prüfens. In intensiver Gruppenarbeit entstanden so über einen Zeitraum von 3,5 Tagen zehn umfangreiche neue Portalseiten mit grundlegenden Informationen zu Prüfungen und Tests im Hochschulbereich sowie zu konkreten digitalen Prüfungsformaten. In einer anschließenden asynchronen Arbeitsphase wurden die Texte finalisiert und redaktionell aufbereitet und stehen nun in der Rubrik „Lehrszenarien“ als Portalbereich Prüfungen und Tests dauerhaft unter einer CC-Lizenz auf e‑teaching.org zur Verfügung.

Neben diesem synchronen Präsenz-Sprint begleitete das AuftAkt-Team im Wintersemester 2023/24 noch einen asynchronen Online-Sprint zum Thema „Video“. Über mehrere Wochen erstellten und aktualisierten die Experten Olaf Schulte (ETH Zürich) und Rüdiger Rolf (Univ. Osnabrück) aus der deutschsprachigen Opencast-Community Texte und Glossareinträge zum Einsatz von Videos in der Hochschullehre. In mehreren Videokonferenzen wurden gemeinsam die jeweilige Textstruktur, der Arbeitsstand und das weitere Vorgehen besprochen. Die Texte wurden mittlerweile in den Portalrubriken Medientechnik, Lehrszenarien und Didaktisches Design im Portal veröffentlicht.

Neben den Content-Sprints zur Aktualisierung des Portals beschäftigte uns im letzten Winterhalbjahr auch das zweite Projektziel, die verbesserte Auffindbarkeit von Inhalten. Langfristig soll dazu das Darstellungsformat Themenseite im Portal weiterentwickelt werden, zudem werden neue Themenseiten zu ausgewählten „Querschnittsthemen“ entstehen. Aufgrund der hohen thematischen Relevanz erstellte das Projektteam bereits ergänzend zum Themenspecial KI in der Hochschulpraxis die Themenseite KI in Studium und Lehre, die seit Februar 2024 online ist. Über die Weiterentwicklung der Themenseiten, aber auch über weitere Content-Sprints, werden wir in den kommenden Newslettern berichten.

3.2 Neues aus dem Projekt "eteachProNBP2"

Auch im Projekt „e‑teaching.org vernetzt – eine problemorientierte Anbindung an die Nationale Bildungsplattform (eteachProNBP2)“ sind wir in den letzten Monaten einige große Schritte vorangekommen. Wir haben für einen weiterentwickelten Prototyp des Portals ein SingleSignOn an die Vorabversion (ClosedBeta) der digitalen Vernetzungsinfrastruktur „Mein Bildungsraum“ (ehemals: „Nationale Bildungsplattform“) realisiert, eine Schnittstelle zur automatisierten Vergabe von DOI (Digital Object Identifier) für Beiträge geschaffen und unsere Portalinhalte mit Metadaten nach dem Allgemeinen Metadatenprofil für Bildungsressourcen (AMB) ausgezeichnet. Darüber hinaus sind wir Teil einer bundesweiten Arbeitsgruppe zur Erweiterung von Metadaten um didaktische Attribute (siehe dazu „3.3 AG Didaktische Metadaten“) und befassen uns im Rahmen zweier für uns relevanter Nutzungsszenarien mit der Entwicklung bzw. Erweiterung spezifischer Metadaten-Attribute und Vokabulare.

Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Reichweite von e‑teaching.org zu erhöhen, Portalinhalte dauerhaft und standardisiert zu verlinken, die Auffindbarkeit bestehender Materialien innerhalb des umfangreichen Repertoires des Portals zu unterstützen sowie übergeordnete Suchen zu vereinfachen.

Nutzende von e‑teaching.org, die in ihrem Account ihr persönliches Profil pflegen, Kontakt-informationen hinterlegen, Projekte einbinden oder Beiträge verwalten möchten, können zukünftig per SingleSignOn (SSO) alternativ zu einem portalspezifischen Login ihre Bildungsraum-ID nutzen. Mit dieser ID ist auch ein Login bei allen weiteren an „Mein Bildungsraum“ angebundenen Bildungsanbietern möglich. Für den Prototyp von e‑teaching.org ist eine Anmeldung an „Mein Bildungsraum“ über SingleSignOn bereits umgesetzt, die Überführung in das Produktivsystem ist für Ende dieses Jahres geplant.

Über die neu eingerichtete Anbindung an eine Registrierungsstelle für Digital Object Identifier (DOI) können DOIs mithilfe einer Schnittstelle (API) registriert werden. e‑teaching.org kann damit künftig DOIs für eingestellte Inhalte vergeben. Dadurch können die Inhalte der Beitragenden durch eindeutige, persistente Links referenziert werden und Metadaten zu diesen Inhalten abgerufen werden. Hierfür stellt e‑teaching.org auch die dazugehörige Landingpage bereit und verwaltet die Inhalte für die Beitragenden.

e‑teaching.org zeichnet seit Anfang dieses Jahres seine vielfältigen Materialien mit Metadaten nach dem Allgemeinen Metadatenprofil für Bildungsressourcen (AMB) aus. Dieses wurde im Oktober 2023 in einer ersten Spezifikation veröffentlicht und wird von „Mein Bildungsraum“ unterstützt. Ein Großteil unserer Portalinhalte kann bereits über das AMB dargestellt werden. Zudem arbeiten wir in zwei Szenario-Teams der AG Didaktische Metadaten für die Hochschullehre mit. Dabei geht es zum einen darum, die Fächer um spezifische Themenlisten zu erweitern, zum anderen um ein neues Attribut, das problemorientierte Suchen ermöglichen soll. Das Ziel besteht darin, dass Nutzende mit einfachen Begriffen für sie passende Inhalte finden, selbst wenn die Stichworte nicht selbst auf den Portalseiten enthalten sind.

Für die nächsten Monate stehen neben der Verfeinerung der Metadaten u. a. noch die Anbindung weiterer Komponenten an „Mein Bildungsraum“ auf dem Programm. Wir sind darauf sehr gespannt und freuen uns, beim nächsten Mal über den Fortgang des Projekts berichten zu können.

3.3 AG Didaktische Metadaten in der Hochschullehre

Didaktische Metadaten sind für die Hochschullehre aus mehreren Gründen relevant. So ermöglichen sie – zusammen mit inhaltlichen, technischen, rechtlichen oder allgemeinen Metadaten als strukturierte Informationen über Bildungsmaterialien – nicht nur die Auffindbarkeit und Zugänglichkeit digitaler Ressourcen sowie deren breitere Erschließung, sondern sie helfen den Nutzenden auch, schneller die für sie passenden Inhalte zu finden und deren Einsatzmöglichkeiten einzuschätzen. Didaktische Metadaten gehen über inhaltliche Beschreibungen hinaus, da sie neben der thematischen Verortung auch eine Einordnung der im Material vorgeschlagenen Lösungen liefern oder – im Falle von Open Educational Ressources (OER) – über Informationen zu Methodik, Kompetenzniveaus oder Interaktionsgraden hinaus noch „(differenzierte) Aussagen zum methodisch-didaktischen Kontext von OER enthalten und eine Reflexion der Besonderheiten unterschiedlicher Lehr- und Lernsituationen ermöglichen“ (Wannemacher & Kaemena, 2024, S. 2). Damit unterstützen sie die Qualität und Relevanz der Materialien, ihre Nachnutzbarkeit sowie die Interoperabilität und den Austausch zwischen verschiedenen Plattformen und Bildungsinfrastrukturen (vgl. u. a. Oellers & Rörtgen, 2024, S. 6). Der Bedarf an didaktischen Metadaten und deren Standardisierung ist seit langem virulent und wird auch in aktuellen Studien nachdrücklich betont.

Ziel der neuen AG Didaktische Metadaten für die Hochschullehre ist, ausgehend von konkreten Anwendungsfällen und entlang von Nutzungsszenarien bei OER- und Lehrportalen, spezifisch sinnvolle sowie übergreifend nutzbare Metadaten-Attribute und Vokabulare für den Bereich Hochschule und Hochschuldidaktik zu identifizieren und (weiter) zu entwickeln. Die Gründung der AG Anfang dieses Jahres erfolgte unter Beteiligung von mehr als 25 Expertinnen – Verantwortlichen und Mitarbeitenden von OER-, Lehr- und Hochschulportalen (u. a. VCRP, twillo, Patternpool, Orca.nrw, Lehre-Laden, Gendering Mint HU Berlin, HoF, HessenHub, eTeach-Netzwerk Thüringen und e‑teaching.org), einschlägigen Metadaten-Spezialistinnen aus dem Bildungsbereich sowie weiteren Interessierten aus dem Hochschulbereich. Sie ist sowohl bei der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) als auch unter dem Dach des Kompetenzzentrums Interoperable Metadaten (KIM) und der OER-Metadatengruppe angesiedelt und wird von Katharina Trostorff (e‑teaching.org) und Steffen Rörtgen (Metadatenarchitekt und Softwareentwickler im Bildungsbereich) geleitet.

Derzeit arbeiten mehrere Szenario-Teams intensiv an konkreten Anwendungsfällen. Auch das Portal e‑teaching.org hat dafür zwei Szenarien eingebracht. Die Gruppe um Sebastian Bahr beschäftigt sich mit der Frage, welche Themensystematik die Angabe von inhaltlich zu den Materialien passenden Hochschulfächern sinnvoll ergänzen kann. Das Team um Katharina Trostorff entwickelt zum einen ein Konzept zur problemorientierten Verschlagwortung von bildungsrelevanten Inhalten und bereitet zum anderen die Erstellung eines Vokabulars vor, das zukünftig didaktische Beschreibungen von Bildungsressourcen liefern soll. Weitere Fragen, die in den Szenario-Teams verfolgt werden, sind z.B. „Wie finde ich als Lehrende servicebereichsübergreifend Weiterbildungsangebote an meiner Hochschule?“, „Wie kann ich als Anbieterin von Weiterbildungskursen diese im Portal auch ohne Programmierkenntnisse prägnant verschlagworten?“, „Wie können wir im Portal sicherstellen, dass unsere Nutzenden die von uns angebotenen Kategorien und Schlagworte einheitlich verstehen und anwenden?“ oder „Was wird benötigt, um audiovisuelle Texte für Lehrende und Studierende auffindbar zu machen und ihnen zugehörige Ressourcen zuzuordnen?“. Die in der AG diskutierten Themen können sich jedoch über Bildungsressourcen im engeren Sinne hinaus auch auf organisatorische, rechtliche oder technische Rahmenbedingungen der Hochschullehre und ihrer Supporteinrichtungen beziehen.

Die AG steht Interessierten offen und trifft sich i.d.R. jeden zweiten Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr. Alle Informationen können dem frei zugänglichen Übersichtsdokument entnommen werden: https://kurzelinks.de/didaktischeMetadaten. Dort findet sich auch der Link zur Mailingliste, auf die sich jede eintragen kann, um fortlaufend informiert zu werden.

4 In eigener Sache

Wer steckt hinter e‑teaching.org? Wir freuen uns, Ihnen in diesem Newsletter unsere neue Kollegin Verena Tribensky vorzustellen, die das Portalteam seit Mitte März als Elternzeitvertretung verstärkt. Zu ihren Aufgaben gehört insbesondere die Betreuung unserer Social-Media-Kanäle – und so lädt sie an dieser Stelle dazu ein, uns ab sofort auch auf unserem neuen LinkedIn-Kanal zu folgen. Auch das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) befasst sich immer mit Themen, die auch für Hochschulen anregende Impulse geben. So hat das Forschungsnetzwerk „Mensch-Agenten-Interaktion“ (MAI-Netzwerk) bereits lange vor dem KI-Hype in mehreren Projekten den Umgang von Menschen mit sprachbasierten Agenten untersucht. Unsere Kolleginnen Prof. Dr. Sonja Utz und Miriam Gieselmann berichten in diesem Newsletter von der Abschlusstagung des Netzwerks.

4.1 Neue Kolleginnen und Kollegen bei e-teaching.org

Bild von Verena Tribensky

Seit März dieses Jahres gibt es eine neue Kollegin im Team von e teaching.org. Verena Tribensky ist als Elternzeitvertretung für die Bereiche Online-Redaktion und Social Media zuständig. So konzentriert sie sich zunächst auf Anfragen von verschiedenen Kooperationspartnern und auf den Austausch mit ihnen. Weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Erweiterung des Social-Media-Konzepts von e-teaching.org sowie die redaktionelle Aufbereitung von Portalinhalten, aber auch die inhaltliche Weiterentwicklung des Portals.
Fachlich bringt Verena Tribensky langjährige Erfahrungen in der Redaktion von Online-Portalen, aus Medienprojekten und der Lehre an der Volkshochschule mit. Ihr Studium der Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen schloss sie 2016 mit dem Bachelor of Arts ab. Während ihrer Tätigkeit im Sozialdienst in der Jugendberufshilfe sammelte sie Berufserfahrungen in den Themenfeldern Bildung und Erziehung und gestaltete in einem Praxisprojekt den digitalen Wandel in der sozialarbeiterischen Praxis vor Ort mit.
An e-teaching.org schätzt Verena Tribensky vor allem die große Vielfalt und den Nutzen für die Praxis: „Die Schatztruhe an praktischen und nützlichen Inhalten und den Service, den e-teaching.org bietet, finde ich großartig. Neue Inhalte und wertvolle Informationen an einem Ort zusammenzutragen begeistert mich!“

4.2 e-teaching.org ist bei LinkedIn

e‑teaching.org hat schon sehr früh verschiedene Social-Media-Kanäle erprobt (und manche auch wieder verlassen …). Inzwischen ist das Portal seit vielen Jahren sehr konstant auf X und Facebook vertreten – vielen Dank an alle treuen Follower.

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Für das Portal-Team war es immer unbestritten, dass die sozialen Kanäle für e‑teaching.org zentral sind, um wichtige Informationen direkt zu den Leserinnen und Lesern zu bringen und zugleich zur Vernetzung untereinander beizutragen. Da sich in der Welt der sozialen Medien momentan sehr viel tut, haben wir uns nun dazu entschlossen, die Social-Media-Präsenz von e‑teaching.org trotz unserer begrenzten Ressourcen zu erweitern:

Mit diesem Newsletter möchten wir den e‑teaching.org-Kanal auf LinkedIn nun offiziell eröffnen. Wir laden Sie herzlich ein, uns ab sofort auch dort zu folgen!

Wie gewohnt finden Sie dort Posts zu aktuellen Themen, z. B. Ankündigungen unserer Online-Events, Informationen zu Themenspecials und neuen Portalinhalte, Lesetipps, Veranstaltungshinweise und vieles mehr, um über die Gestaltung von Hochschulbildung in einer digital geprägten Welt auf dem Laufenden zu bleiben.

4.3 Forschungsnetzwerk „Mensch-Agenten-Interaktion“ (MAI-Netzwerk) am IWM: Bericht von der Abschlusskonferenz

Sprachbasierte Agenten im Fokus

In den letzten vier Jahren wurde am IWM im Rahmen des Forschungsnetzwerks „Mensch-Agenten-Interaktion“ der Umgang von Menschen mit sprachbasierten Agenten untersucht. Zu Beginn des Projekts ging es dabei vor allem um in Smartphones oder Laptops integrierte digitale Assistenten wie Siri oder Cortana, Sprachassistenten wie Alexa oder um Chatbots. Mittlerweile haben sprachbasierte Agenten durch ChatGPT und Co. deutlich an Qualität gewonnen. Das IWM hatte schon 2020 das Potenzial dieser Technologien erkannt und das MAI-Netzwerk aufgesetzt, um die Akzeptanz und Performanz dieser Sprachassistenten zu untersuchen. Im Netzwerk gab es acht interdisziplinäre Projekte, in denen jeweils ein/e Doktorand/in des IWM mit einem externen Kooperationspartner/einer externen Kooperationspartnerin die Akzeptanz solcher Sprachagenten und den Effekt der Nutzung auf die menschliche Leistungsfähigkeit untersuchte. Die Projekte deckten eine Vielzahl von Kontexten ab – Lernen mit digitalen Tutoren, Künstliche Intelligenz (KI) in der Wissenschaftskommunikation, Interaktionen mit Chatbots im Konsumentenkontext oder KI-Unterstützung bei Verhandlungen.

Am 11.4.2024 fand die Abschlusskonferenz des MAI-Netzwerks statt. Prof. Dr. Sonja Utz stellte als Koordinatorin das Forschungsnetzwerk und die Highlights der Projekte vor. Die Postersession gab dann Gelegenheit, mit den einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Netzwerks vertiefend ins Gespräch zu kommen. Zudem wurden 17 weitere Poster zum Thema Mensch-Maschine-Kommunikation präsentiert.
Prof. Dr. Sonja Utz (IWM) bei der Vorstellung der Projekte (Foto: IWM) und Assistenzprof. Minha Lee (Universität Eindhoven; Foto: IWM)
Prof. Dr. Sonja Utz (IWM) bei der Vorstellung der Projekte (Foto: IWM) und Assistenzprof. Minha Lee (Universität Eindhoven; Foto: IWM)

Umrahmt wurde die Postersession von mehreren Keynote-Vorträgen. Assistenzprofessorin Minha Lee (Universität Eindhoven) sprach über künstliche Emotionen und die Frage, wie Sprachagenten so designt werden können, dass sie moralische Emotionen ausdrücken bzw. darüber reden können. Daneben ging es auch um die Frage, wann wir Sprachagenten oder Robotern Schuld zuschreiben oder sie bestrafen.

Prof. Dr. Nils Köbis (Research Center Trustworthy Data Science and Security & Univ. Duisburg-Essen) sprach über die Frage, wie KI ethisches Verhalten von Menschen beeinflusst. In einer beeindruckenden Serie von Experimenten zeigte er, dass Menschen eher bereit sind, unmoralische Entscheidungen zu treffen, wenn ihnen die KI dazu rät oder sie die Entscheidung an eine KI delegieren können.
Prof. Dr. Nils Köbis (Research Center Trustworthy Data Science and Security & University of Duisburg-Essen; Foto: IWM) und Abschließende Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen von ChatGPT und Co auf Individuum und Gesellschaft (Foto: IWM)

Zuletzt wurde Prof. Dr. Detmar Meurers, der im April eine Professur für KI in der Bildung am IWM angetreten hat, willkommen geheißen. Er stellte in seinem Vortrag die Rolle von KI im (Fremd-)Sprachenerwerb vor. Seine Hauptaussage war, dass KI allein keine Probleme löst, weil sie keine Information über die Lernenden und ihre Ziele hat. In der Entwicklung zielgerichteter und adaptiver KI-basierter Tools liegt jedoch eine große Chance.

Der Abend endete mit einer von Eva Wolfangel moderierten öffentlichen Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen von ChatGPT & Co auf Individuum und Gesellschaft. Dr. Anne Scherer (Delta Labs), Dr. Sarah Fischer (Bertelsmann-Stiftung), Prof. Dr. Leo van Waveren (RPTU Kaiserslautern) und Prof. Dr. Peter Gerjets (IWM) sprachen über die Einsatzmöglichkeiten von generativer KI wie ChatGPT. Neben Vorteilen wie dem Auslagern repetitiver und langweiliger Tätigkeiten, dem schnellen Erstellen diverser Texte und Vorlagen oder der gleichbleibenden Freundlichkeit bei Beschwerden von Kundinnen und Kunden wurden insbesondere mögliche längerfristige gesellschaftliche Entwicklungen diskutiert. Ist es immer positiv, wenn langweiligere Tätigkeiten von der KI übernommen werden, oder brauchen wir auch solche Tätigkeiten, weil wir uns nicht den ganzen Tag mit anspruchsvollen Aufgaben beschäftigen wollen oder können? Gewöhnen wir uns zu sehr daran, dass alles auf Effizienz getrimmt wird? Und wird KI Ungleichheiten eher verstärken oder verkleinern?

Insgesamt zeigte die Veranstaltung, dass es zu diesem Themenbereich noch viele spannende Fragen und damit erheblichen Forschungsbedarf gibt. Zugleich hat die Abschlusstagung dazu beigetragen, die deutsche Human-Machine-Communication-Community besser zu vernetzen.

In der Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung können die einzelnen Beiträge über Sprungmarken direkt aufgerufen werden.

5 Ausblick

Auch im kommenden Sommersemester gibt es wieder eine Reihe spannender Tagungen und Konferenzen, die sich mit dem Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre auseinandersetzen. Unser Ausblick beginnt mit einem Überblick über Veranstaltungen, an denen e‑teaching.org als Mitausrichter beteiligt ist, gefolgt von weiteren ausgewählten Hinweisen. Und last but not least laden wir im Zusammenhang mit dem geplanten e‑teaching.org-Themenspecial zum Einsatz von VR und AR in der Lehre im kommenden Wintersemester dazu ein, Praxisbeispiele für unsere „Digital Learning Map“ einzureichen.

5.1 Veranstaltungen unter Beteiligung von e‑teaching.org und dem IWM

LEARNTEC 2024, 4. bis 6. Juni 2024, Karlsruhe. An drei Tagen bietet der Kongress mit begleitender Messe die neuesten Entwicklungen, Lerntrends und Erkenntnisse der Branche. Auch e‑teaching.org ist dieses Jahr wieder mit dabei: Als Mitveranstalter der Tagung im Rahmen des Themenbereichs „Digitales Lernen in der Hochschule“ sowie des Programms university@LEARNTEC gestalten wir das Programm mit.

EdTech Research Forum, 29. und 30. August 2024, Essen. Die jährlich stattfindende Jahrestagung des BMBF-Metavorhabens „Digitalisierung in der Bildung“ wird vom Learning Lab der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit den Leibniz-Instituten DIPF (Frankfurt), DIE (Bonn) und IWM (Tübingen) organisiert. Dieses Jahr findet das Forum außerdem gemeinsam mit der AG Mediendidaktik der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft statt. Neben aktueller mediendidaktischer Forschung werden auch Sessions zu neuen KI (künstlicher Intelligenz)- und AR/VR (Argumented/Virtual Reality)-Technologien angeboten.

LEARNING AID 2024, 2. und 3. September 2024, Bochum. Zum dritten Mal lädt das Projekt „KI:edu.nrw“ zur Learning Aid (Learning Analytics, Artificial Intelligence und Data Mining in der Hochschulbildung) an die Ruhr-Universität Bochum ein. Die Konferenz bietet ein vielfältiges Programm rund um die Themen Learning Analytics, generative Künstliche Intelligenz und Data Mining in der Hochschulbildung. e‑teaching.org ist erstmals Partner der Tagung und stellt Möglichkeiten zur Beteiligung an der Gestaltung des Portals vor.

e-Prüfungs-Symposium (ePS), 28. und 29. November 2024, München. Das mittlerweile 11. ePS wird dieses Jahr erstmals in Süddeutschland, an der Technischen Universität München (TUM), ausgerichtet und von mehreren Einrichtungen an der TUM organisiert. Wie auch schon in den Jahren davor ist e‑teaching.org als Mitveranstalter wieder dabei. Für das ePS können verschiedene Beitragsformate wie Vorträge, Workshops, Talks und Poster eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet voraussichtlich am 1. September 2024.

5.2 Sonstige Veranstaltungshinweise

Symposium „Innovation – und dann? Perspektiven und Inspirationen für die Zukunft der Lehre“, 23. und 24. Mai 2024, Würzburg. Auf dem Symposium, das vom Zentrum für wissenschaftliche Bildung und Lehre (ZBL) der Universität Würzburg und von der Hochschule für Philosophie München gestaltet wird, stehen innovative Lehrformate, das Ausprobieren von Lehr-Tools und Technologien sowie der Austausch von Ideen und Erfahrungen mit Kolleginnen, Kollegen, Expertinnen und Experten im Vordergrund. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der 2021 gestarteten Projekte „QUADIS“ und „WUEDIVE“ vorgestellt.

University:Future Festival, 5. bis 7. Juni 2024, Berlin, Bochum, Heilbronn, Leipzig und Nürnberg. Unter dem Motto „Tales of Tomorrow“ bietet die Veranstaltung des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre ein vielfältiges Programm rund um die Zukunft der Hochschullehre. Das Festival findet wieder digital statt, zusätzlich ermöglichen fünf physische Bühnen an verschiedenen Orten in Deutschland den persönlichen Austausch.

Junges Forum für Medien und Hochschulentwicklung (JFMH), 27. und 28. Juni 2024, Vechta. Unter dem Titel „Lernkulturen in der Digitalität gestalten“ lädt das JFMH Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Qualifizierungsphase, Expertinnen und Experten aus der Praxis sowie Studierende und studentische Initiativen zum Austausch ein. Das diesjährige Forum wird von der Universität Vechta ausgerichtet.

EDULEARN24, 1. bis 3. Juli 2024, Palma de Mallorca (Spanien). Die internationale Konferenz für Bildung und neue Lerntechnologien bietet neben zahlreichen Vorträgen, Workshops und Keynotes die Möglichkeit, sich mit Teilnehmenden aus über 80 Ländern auszutauschen.

DELFI 2024, 9. bis 11. September 2024, Fulda. Die Fachgruppe Bildungstechnologien der Gesellschaft für Informatik e. V. veranstaltet die diesjährige Fachtagung Bildungstechnologien (DELFI 2024) auf dem Campus der Hochschule Fulda unter dem Motto „Offene Bildung: Durch Technologie, Transparenz und Nachvollziehbarkeit die Zukunft gestalten“.

DINI-Jahrestagung, 18. und 19. September 2024, Potsdam. Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) organisiert ihre diesjährige Jahrestagung unter dem Motto „Gemeinsame Infrastrukturen für eine offene Wissenschaft“. Im Fokus stehen Themen rund um Open Science an Hochschulen. Außerdem findet im Rahmen der Jahrestagung die Preisverleihung des studentischen DINI-Wettbewerbs „Mit KI lernen: Intelligente Bildung für eine intelligente Zukunft“ statt.

Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf), 23. bis 25. September 2024, Hagen. Gemeinsam mit der University of South Africa veranstaltet die FernUniversität in Hagen die hybride Konferenz zur Zukunft der Hochschulbildung im Kontext von Globalisierung, Nachhaltigkeit und Inklusion. Die Kooperation der beiden Universitäten ermöglicht eine globale Perspektive, die sich auch in den Veranstaltungsformaten widerspiegelt, z. B. im „FutureLab“, in dem an Konzepten gemeinsam gewerkt oder Visionen kooperativ entwickelt werden können.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen, die hier nicht genannt werden können, finden Sie im umfangreichen e‑teaching.org-Veranstaltungskalender, im NotizBlog und über Facebook – oder abonnieren Sie einfach unseren RSS-Feed.

5.3 VR in der Lehre: Call zur Einreichung von Praxisbeispielen für die „Digital Learning Map“

Im Wintersemester 2024/25 widmet sich e‑teaching.org in einem Themenspecial den Veränderungen des Lehrens und Lernens durch Virtual, Augmented oder Mixed Reality. Dafür suchen wir spannende und wegweisende Ideen und Projekte! Lehrende an deutschen Hochschulen, die solche Umgebungen bereits erfolgreich in Lehrveranstaltungen eingesetzt haben, sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen und Konzepte mit der Community zu teilen und für die „Digital Learning Map einzureichen.

In der „Digital Learning Map“ wird anhand konkreter Praxisbeispiele gezeigt, wie sich durch den Einsatz digitaler Medien didaktische Probleme in der Lehre lösen lassen, z. B. ein geringer Praxistransfer oder niedrige Lernmotivation der Studierenden. Ihre Beschreibung orientiert sich an einem strukturierten Raster. Damit ist auf einen Blick erkennbar, welche Herausforderungen in der Lehre sich mit einem Szenario lösen lassen und welche lernförderlichen Medieneigenschaften dazu genutzt wurden. Die Sammlung ist dazu gedacht, sich von neuen Ideen inspirieren zu lassen und Kontakt zu den Ansprechpersonen aufzunehmen.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Themenspecial suchen wir neue Lehr-/Lern-Szenarien im Bereich Virtual, Augmented oder Mixed Reality für die „Digital Learning Map“: Durch welche Einsatzmöglichkeiten können die Potenziale der Immersion, ihre Lernförderlichkeit sowie die Breite der verfolgten Lernziele gefördert werden – über die fachliche Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand hinaus? In welchen Disziplinen und Fächern können solche Konzepte gut integriert werden? Welche technologischen Anforderungen sind damit verbunden und wie kann man diesen am besten gerecht werden?

Wir freuen uns über Ihre Ideen und Einreichungen bis zum 31. Juli 2024, gern aber auch darüber hinaus. Bitte nutzen Sie dazu das bereitgestellte Formular (PDF) und senden uns dieses ausgefüllt an feedback@e-teaching.org. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung!